CCCLV “money and bees”

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Hallo Leute. Ich versuche ja eigentlich jeden Tag etwas zu bloggen. Hab aber die Erkenntnis gemacht, dass es für mich noch sinnvoller ist mich noch mehr auf meine Praxis zu konzentrieren um noch mehr Zeit für meine Yogapraxis zu investieren. Ich denke, dass es am meisten Sinn macht, weil ich mich sonst manchmal auch extrem überwinden muss etwas zu schreiben und ich es aber nur machen will wenn ich richtig Lust dafür verspüre.

Ich merke immer mehr, dass es hauptsächlich darum geht zu üben und zu praktizieren. Man spürt so einen immensen Progress und kann sich total im ganzen verlieren, einfach abtauchen von der Welt des Geldes. Ich war jetzt wieder ein paar Tage in meiner Heimat und musste wieder mal feststellen, dass unglaublich viele nur vom Materialismus gelenkt sind,  wobei ich auch sagen kann dass es ein paar “Randschwimmer” gibt und sich die meisten in meinem Umfeld auch erhört fühlen, weil sie extrem darunter leiden. Es ist unglaublich, aber egal wo man hinschaut, wir zerstören uns wirklich selbst, es ist nur eine Frage der Zeit. Die Bienen zum Beispiel zeigen uns, dass sie in dieser von uns nach und nach zerstörten Natur gar nicht mehr leben wollen, oder können. Monokultur und einseitiges Wachstum, um den Betrieb und die Landwirtschaft aufrecht zu erhalten.  Es gibt Vorreiter und sehr clevere Menschen die uns zeigen und beweisen, dass es einen Weg gibt, doch wir, total blockiert und überfordert vom Streben nach mehr lassen es nicht einmal im Ansatz zu, ja wir sehen es nicht einmal. Blind.

“Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht” Karl Marx

CCCLVI “no stoppin”

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Hallo Leute. Ein bekannter von mir hatte mal einen schweren Unfall, es hieß, dass er nicht mehr richtig laufen kann und ein leben lang eingeschränkt bleibt. Er hat sich dann “no stoppin” auf seinen Fuß tattoowieren lassen. Ich fand es sehr motivierend, weil ich mir dachte was er wohl durchgemacht hat und jetzt aber wieder alles machen kann, weil er sich nicht aufgegeben hat und sein unbändiger Wille sich bezahlt gemacht hat. Es gibt oft Momente in denen ich alles in Frage stelle und auch zweifle, aber solche Leute geben mir Kraft einfach weiter zu machen und nicht zu viel nachzudenken. Das Leben ist nun mal zu kurz.

“Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.”

Oscar Wilde

CCCLVII “Mitfreude”

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2 Wochen sind jetzt vorbei und ich hatte heute echt einen tollen Tag. Als ob ich schon kleine Früchte ernten durfte. Mein Körper und Geist entwickeln sich spürbar. Ich denke ihr wisst von was ich spreche, wenn es um Mitfreude geht. Beobachtet doch mal in euch selbst wie gut ihr euch für jemanden mitfreuen könnt, ich denke jeder kennt das Gefühl von Neid, obwohl man es gar nicht will. Woher kommt das ? Sind wir mit uns selbst nicht zufrieden? Ich denke schon, sollte das der Fall sein.

Im Buddhismus wird diesem Thema viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es geht im wesentlichen darum, dass man sich mit anderen Wesen für ihr erlangtes Wohlbefinden freut und ihnen wünscht, dieses Gefühl nicht wieder zu verlieren.

„Zunächst sollte man sich als Objekt der Mitfreude einen sehr lieben Freund denken. Einen der durch und durch von Freude erfüllt ist. An seinem erfüllten Zustand erfreue man sich und richte so seine Mitfreude auf ihn. Man sollte etwa folgendes dabei denken und fühlen: ‘Oh, wie sich dieses Wesen freut. Wie schön ist das!’ – Eine Empfindung der Freude, wie man sie beim Anblick eines lieben Menschen hat.“

„Für den Anfänger in der Praxis der aktiven Mitfreude ungeeignet ist es, sich als Objekt eine geliebte, eine gleichgültige oder auch eine feindliche Person auszusuchen. Bei der Geliebten entsteht sehr wahrscheinlich mehr Begierde als Freude im Sinne von Muditā, der Person, die einem gleichgültig ist, wird man indifferent gegenüber stehen, und beim Feind wird eher Abneigung oder gar Hass in einem aufsteigen. Vor allem die Extreme Begierde und Hass sind aber unheilsame Geisteszustände, die nicht zur Kulitivierung der Brahmavihara, Mitfreude (muditā), Mitleid (karunā), Gleichmut (upekkhā) und liebender Güte (mettā), beitragen.“

„Hat man es nun bewerkstelligt, hinsichtlich des lieben Freundes Mitfreude zu empfinden, so weite man diese Praxis auf die einem selbst gleichgültigen Personen und auf die Feinde aus. Erst wenn man hier wiederum in vollem Maße erfolgreich gewesen ist, sollte man weitere Personen und Wesen mit einbeziehen. Zum Beispiel könnte man die Mitfreude erst auf die eigene Familie ausdehnen, dann auf alle Freunde, alle Nachbarn, die ganze Stadt, usw., bis die Mitfreude schließlich kein Wesen mehr ausschließt.“

Zitate von Buddhagosa

CCCLIII “emotions”

 

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Tag 13. Heute war trotz des schönen Wetters ein echt schwerer Tag für mich. Ich musste mich den ganzen Tag mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen. Ist es wirklich so, dass es in jeder Familie ständig Probleme gibt, oder kommt mir das nur so vor? Es kann auf jeden Fall sehr anstrengend werden. Das ist der Grund warum ich mich heute mit dem Umgang mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen will.

Am besten ist, sollten sich negative Gedanken oder Gefühle um treiben, dass man lernt gegenteilige zu kultivieren. Zu den diesen Gedanken und Gefühlen gehören zum Beispiel, jemanden verletzen zu wollen, dabei ist egal, ob wir das selbst tun wollen, ob aus Gier, Ärger, Hass oder Verwirrung, ob mäßig oder stark. Solchen Gedanken und Gefühlen begegnen wir zwangsläufig, doch sie führen zu endlosem Leid und Verblendung und bringen uns nicht weiter. Ich weiss, dass es in jenem Moment unglaublich schwer fällt, ja fast unmöglich ist, aber durch die ständige Praxis wird man achtsamer und bewusster und lernt dazu. Man kriegt sehr oft die Möglichkeit dafür.

Man nennt diese bestimmte Praxis “Pratipaksha bhavanam”. Sie verlangt, im Falle von Wut und Ärger, sich nicht davon forttragen zu lassen, sondern Abstand zu gewinnen und zum Beobachter werden. Ich erkenne, dass ich wütend bin. Wie fühlt sich die Wut an ? Kann ich die Situation anders betrachten? Ist meine Wahrnehmung verzerrt? Täusche oder Irre ich mich vielleicht? Was kann ich tun um einen ausgeglichenen Zustand zu erreichen? Alleine dieses Nachdenken wird unseren mentalen Zustand entspannen. Wir lösen uns ein Stück weit von unseren mentalen Mustern und rutschen in die Rolle des Zuschauers.

“Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Macht von anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen” Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno

CCCLIV “YAMA”

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Guten Abend. Ich möchte heute ein wenig über die Regeln für das Verhalten im persönlichen Umfeld schreiben. Oft ist es so, dass ich auf ganz komische Reaktionen stoße, oder besser gesagt Unverständnis, wenn ich versuche jemandem zu erklären was meine aktuelle Lebensphilosophie ist. Die meisten Menschen in meinem Umfeld leben ohne Glauben und machen einen auf Wissenschaftler oder Atheist und sind total verschlossen für etwas nicht beweisbares. Trotzdem ist es wichtig zu jedem Menschen gleich zu sein und nicht zu trotzen.

Wie dem auch sei, es gibt 5 Verhaltensregeln für einen Yogi, für das Verhalten mit dem persönlichen Umfeld. Es sind ganz Grundlegende Regeln, die für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand eigentlich klar sein sollten.

Die Regeln für das Verhalten Lauten:

  • Nicht-Schaden
  • Aufrichtigkeit
  • Nicht-Stehlen
  • Leben im Bewusstsein
  • Nicht-Greifen (Aufmerksamkeit, Beziehungen, Dinge, Geld, Titel)

Diese Regeln sind universell, das heißt unabhängig von Status, Ort, Zeit und Umständen. Man sagt sie sind das größte Bekenntnis.

Und hier die Früchte der “Yama´s” :

“Ist einer fest in Gewaltlosigkeit verankert, so versiegt in seiner Gegenwart jegliche Feindseligkeit”

“Ist jemand in Wahrhaftigkeit gegründet, so wird Wirklichkeit, was er sagt”

“Wer fest im Nicht-Stehlen verwurzelt ist, dem offenbaren sich alle Schätze”

“Wer fest verankert im Bewusstsein lebt, der erfährt Vitalität”

“Wer in Nicht-Greifen gefestigt ist, erkennt den Grund seiner Existenz”

Sutra 35-39

CCCLV “Hindernisse”

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Hallo Yogis. Hindernisse und Blockaden die unseren Geist unruhig machen sind: Psychische Krankheiten, Zweifel, Mattigkeit, Mangel an Selbstkontrolle, gestörte Wahrnehmung, Unfähigkeit höhere Stufen des Yoga zu erreichen und das bereits gehaltene Niveau zu halten. Begleiterscheinungen sind Niedergeschlagenheit, Schmerz und unregelmäßige Atmung.

Diese Hindernisse begegnen uns auf dem Yoga- Weg und ich kann euch sagen, ich könnte schwören dass ich heute ein Tag erlebt hab an dem ich jene ganz stark wahrgenommen hab. Dieser instabile mentale Zustand führt dazu sich in oberflächliche Gedanken zu verstricken, welche die Wahrnehmung verzerren und unser Urteilsvermögen weiter einschränkt.

Ich kann diese Hindernisse bekämpfen indem ich wirklich versuche eine innere Haltung zu kultivieren, die ehrliche Freude über Gutes zum Ausdruck bringt und mir Gelassenheit gegenüber Negativen gibt.

“Ein guter Kopf und ein gutes Herz sind immer eine Eindrucksvolle Kombination” Nelson Mandela

CCCLVI “wings for life”

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Hallo Leute. Hatte heute Yogapraxis auf eine etwas andere Art und Weise. Hab heute am “wings for life”-run in München teilgenommen. Das Beste: Mit deiner Teilnahme unterstützt du Wissenschaftler, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Denn 100% aller Startgelder und Spenden fliessen in wichtige Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Das ist möglich, weil die administrativen Kosten sowohl von Wings for Life als auch des Events von der Firma Red Bull getragen werden. An dieser Stelle, ein Danke an Red Bull =)

Am meisten hat mich fasziniert, dass es Rollstuhlfahrer gibt, die mehr als 20Km mithalten und über Stock und Stein fahren. Unglaublicher Lebenswille, in meinen Augen. Es gibt mir Motivation und lässt mich Dankbar sein, Gesund und uneingeschränkt leben zu können.

“Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?” Friedrich Schiller