XXXVII. “social media”

 

Ich möchte diesem Thema eine Überschrift widmen, weil der Großteil der Menschen immens viel Zeit damit verbringt. Keiner weiß was es für Auswirkungen haben wird, man kann nur Mutmaßen. Fakt ist, dass die sozialen Medien darauf ausgelegt sind, die Schwächen der menschlichen Psyche auszunutzen. Sie sind so ausgelegt, dass man möglichst viel Zeit damit verbringt.

„Es ändert euren Umgang mit der Gesellschaft und untereinander“ , so Sean Parker (social Media Pionier Facebook)

Die Jugendlichen und Kinder, aber auch die ältere Generation nehmen es an. Sie neigen dazu zu denken, dass sich da draußen niemand für sie interessiert, besonders Menschen die schon Schwierigkeiten haben holen sich die Selbstbestätigung in der virtuellen Welt, jeder Klick gibt einen kleinen Kick, eine Anerkennung oder eine Selbstbestätigung wenn man so will. Man wird süchtig nach dieser Anerkennung. Statistiken zufolge verbringen Menschen bis zu 4 Stunden pro Tag in sozialen Medien. Die Entwickler der sozialen Medien bauen Effekte ein die einen süchtig machen und uns nicht mehr so frei entscheiden lassen wie wir denken. Der sogenannte „pull to refresh“ Mechanismus macht nachweislich süchtig und abhängig.

„Soziale Medien wurden bereits als noch süchtig machender beschrieben als Zigaretten und Alkohol, und sie sind inzwischen so im Leben der jungen Leute verankert, dass man ihre Wirkungen auf die mentale Gesundheit der Jugendlichen nicht mehr länger ignorieren kann“, so Shirley Cramer (Geschäftsführerin der Royal Society for Public Health)

Das wirklich traurige und ich weiss das aus eigener Erfahrung, man beschäftigt sich ständig mit dem Leben anderer und vergeudet wirklich seine Zeit. Der erste Griff am morgen ist der zum Handy. Darunter leidet natürlich die persönliche Entwicklung, weil einem auch die Zeit fehlt an sich selbst zu arbeiten. Verabschiedet man sich aus diesen Netzwerken, merkt man erstmals wie viel Zeit man den ganzen Tag hat und wie angenehm ruhig es um einen wird, weil man nicht die ganze Zeit irgend einem Ideal nachhetzt oder sich nach dem schönen Leben anderer, teilweise komplett fremder Menschen sehnt. Dabei können sie keine echten Freundschaften ersetzen, darüber hinaus fördern sie Oberflächlichkeit, Radikalisierung und Narzissmus. Selbstmotivation und verbale Kommunikation bleiben total auf der Strecke, werden aber in der realen Welt dringend gebraucht.

Man sieht die Schokoladenseite anderer Menschen und irgendwie lässt es das eigene Leben grauer erscheinen, so nach dem Motto, bei den anderen ist das Gras grüner. Der gesunde Menschenverstand sollte einem dabei helfen hier genau zu unterscheiden, denn wer zeigt sich schon gerne von der schlechten Seite? Nur weil eben immer nur das schöne gepostet wird heisst natürlich nicht dass es bei diesen Menschen keine Schattenseiten gibt.

wie wertvoll sind online Ereignisse ?

Ein Thema, dass man sich vielleicht genauer betrachten sollte. Wie viel Erinnerung kann ich online Erzeugen? Wie wertvoll sind online Ereignisse? Ich denke und nicht nur ich denke so, rein durch die sozialen Medien ist es fast unmöglich nachhaltige Erinnerung zu erzeugen, denn es sind nicht alle Sinne aktiviert und der Informationen überschwemmen unser Gehirn. In Erinnerung bleibt es uns wenn wir etwas realisieren, wenn wir zum Beispiel einen Kontakt aus dem Internet in der realen Welt treffen. Ich denke was uns wirklich ausmacht und erfüllt und an was wir einmal zurückdenken werden sind die Begegnungen von Angesicht zu Angesicht, bei denen alle Sinne aktiviert hatten, bei denen wir schmeckten, rochen, hörten, FÜHLTEN. Momente des seins.

Fazit

Ich könnte jetzt noch auf mehrere Themen eingehen und viele bereits erforschte negative Folgen der sozialen Medien erklären, will mich aber nicht nur damit beschäftigen. Ich denke man sollte den jungen unwissenden Menschen einen Leitfaden geben, dass diese Plattformen nicht missbraucht werden damit sie sich nicht negativ auf die Persönlichkeit auswirkt. Ich spreche hier nicht von einer Reglementierung, das wäre übertrieben und ich bin ein freiheitsliebender Mensch. Ich denke an Auflärungen und an Hinweise auf das bewusste Leben und das Leben im jetzt und in der Realität. Dies kann vielleicht durch Unterricht in der Schule passieren, indem man Meditation unterrichtet und die jungen Menschen genau aufklärt was in diesen Netzwerken so passiert und für was sie gebraucht werden. Das Ziel wäre sich selbst zuerst zu finden bevor man wirklich nach außen tritt, so dass man gestärkt und selbstbewusst durchs Leben gehen kann. So können die sozialen Medien dann auch sinnvoll genutzt werden.

„Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll“

Johann Wolfgang von Goethe

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