LXI.”JHWH”

Weihnachtszeit, oder besser gesagt “Coronazeit”. Wahnsinn, wie sich für ich mich die Wahrnehmung zu solchen Tagen verändert hat. Ruft man doch in unseren Breitengraden, speziell in meiner Heimat, wo man mit einem eher dörflichen, provinziellen Denken lebt, zur Besinnlichkeit oder Besinnung auf und versteht dabei nicht im Ansatz was damit gemeint ist. Entschuldige, aber wie kann man denn besinnlich sein, wenn man nicht einmal weiss wie man sich besinnt, geschweige den weiss was dieses Wort bedeutet? Wie kann man sich denn besinnen, wenn man in diesen Tagen meistens nur von der eigenen Völlerei geplagt ist und sich vom einen Kater in den nächsten trinkt und sich untereinander noch dabei hilft das ganze Drama zu unterstützen. Christlich würde ich mal sagen. Christlich.

Harte Ansichten, das ist mir bewusst, dennoch wahrheitsgemäß oder nicht? Vielleicht bringt es ein paar wenige zur Besinnung oder wenigstens zu einer kleinen Erweiterung ihres Bewusstseins.

Das bringt mich darauf wie wichtig es ist sich zu besinnen. Besinnen heisst sich reflektieren, nachdenken, in sich kehren,….Nichts anderes als die Augen schließen und sich mit seinem dasein konfrontieren. Ja mir ist bewusst, dass das schwer sein kann, vor allem weil uns das in der Schule und meistens auch nicht zu Hause nicht beigebracht wird. Nein, es geht noch weiter, es wird sogar teilweise verpönt.Da könnte ja jemand auf einmal nachdenken und die Absurdität unseres Zusammenlebens erkennen. Das schlimmste, es könnte sich jemand verändern. Leisten, nicht denken. Leisten.

Und dann wundert man sich, woher die ganzen Probleme der Welt denn entstehen. IN UNS. Bei uns fängst das Leben an. Unsere “gottgegebene” Fähigkeit finden und sie ausleben um jeden Preis, alles andere bringt Leid über uns und in uns. Wie machen wir das?

Besinnung.

„An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.”

JHWH

2 thoughts on “LXI.”JHWH”

  1. Für mich war dieses Weihnachtsfest eines der schönesten Weihnachtsfeste, die ich seit Jahrzehnten erlebt habe. Genau dieses “auf sich selbst geworfen zu sein” habe ich mehr als alle die Jahre vorher erfahren können. Und so gingen dann die Gedanken und Gebete auch genau in diese Richtung: mich zu besinnen, was die Geburt dieses Jesus von Nazareth für meinen Glauben bedeutet.
    Ach, würde ich doch aus dieser Erfahrung lernen und in dieser Hinsicht nichts mehr so sein wie “vor Corona”.

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