XXIII. “Mitfreude”

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2 Wochen sind jetzt vorbei und ich hatte heute echt einen tollen Tag. Als ob ich schon kleine Früchte ernten durfte. Mein Körper und Geist entwickeln sich spürbar. Ich denke ihr wisst von was ich spreche, wenn es um Mitfreude geht. Beobachtet doch mal in euch selbst wie gut ihr euch für jemanden mitfreuen könnt, ich denke jeder kennt das Gefühl von Neid, obwohl man es gar nicht will. Woher kommt das ? Sind wir mit uns selbst nicht zufrieden? Ich denke schon, sollte das der Fall sein.

Im Buddhismus wird diesem Thema viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es geht im wesentlichen darum, dass man sich mit anderen Wesen für ihr erlangtes Wohlbefinden freut und ihnen wünscht, dieses Gefühl nicht wieder zu verlieren.

„Zunächst sollte man sich als Objekt der Mitfreude einen sehr lieben Freund denken. Einen der durch und durch von Freude erfüllt ist. An seinem erfüllten Zustand erfreue man sich und richte so seine Mitfreude auf ihn. Man sollte etwa folgendes dabei denken und fühlen: ‘Oh, wie sich dieses Wesen freut. Wie schön ist das!’ – Eine Empfindung der Freude, wie man sie beim Anblick eines lieben Menschen hat.“

„Für den Anfänger in der Praxis der aktiven Mitfreude ungeeignet ist es, sich als Objekt eine geliebte, eine gleichgültige oder auch eine feindliche Person auszusuchen. Bei der Geliebten entsteht sehr wahrscheinlich mehr Begierde als Freude im Sinne von Muditā, der Person, die einem gleichgültig ist, wird man indifferent gegenüber stehen, und beim Feind wird eher Abneigung oder gar Hass in einem aufsteigen. Vor allem die Extreme Begierde und Hass sind aber unheilsame Geisteszustände, die nicht zur Kulitivierung der Brahmavihara, Mitfreude (muditā), Mitleid (karunā), Gleichmut (upekkhā) und liebender Güte (mettā), beitragen.“

„Hat man es nun bewerkstelligt, hinsichtlich des lieben Freundes Mitfreude zu empfinden, so weite man diese Praxis auf die einem selbst gleichgültigen Personen und auf die Feinde aus. Erst wenn man hier wiederum in vollem Maße erfolgreich gewesen ist, sollte man weitere Personen und Wesen mit einbeziehen. Zum Beispiel könnte man die Mitfreude erst auf die eigene Familie ausdehnen, dann auf alle Freunde, alle Nachbarn, die ganze Stadt, usw., bis die Mitfreude schließlich kein Wesen mehr ausschließt.“

Zitate von Buddhagosa

XXII. “emotions”

 

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Tag 13. Heute war trotz des schönen Wetters ein echt schwerer Tag für mich. Ich musste mich den ganzen Tag mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen. Ist es wirklich so, dass es in jeder Familie ständig Probleme gibt, oder kommt mir das nur so vor? Es kann auf jeden Fall sehr anstrengend werden. Das ist der Grund warum ich mich heute mit dem Umgang mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen will.

Am besten ist, sollten sich negative Gedanken oder Gefühle um treiben, dass man lernt gegenteilige zu kultivieren. Zu den diesen Gedanken und Gefühlen gehören zum Beispiel, jemanden verletzen zu wollen, dabei ist egal, ob wir das selbst tun wollen, ob aus Gier, Ärger, Hass oder Verwirrung, ob mäßig oder stark. Solchen Gedanken und Gefühlen begegnen wir zwangsläufig, doch sie führen zu endlosem Leid und Verblendung und bringen uns nicht weiter. Ich weiss, dass es in jenem Moment unglaublich schwer fällt, ja fast unmöglich ist, aber durch die ständige Praxis wird man achtsamer und bewusster und lernt dazu. Man kriegt sehr oft die Möglichkeit dafür.

Man nennt diese bestimmte Praxis “Pratipaksha bhavanam”. Sie verlangt, im Falle von Wut und Ärger, sich nicht davon forttragen zu lassen, sondern Abstand zu gewinnen und zum Beobachter werden. Ich erkenne, dass ich wütend bin. Wie fühlt sich die Wut an ? Kann ich die Situation anders betrachten? Ist meine Wahrnehmung verzerrt? Täusche oder Irre ich mich vielleicht? Was kann ich tun um einen ausgeglichenen Zustand zu erreichen? Alleine dieses Nachdenken wird unseren mentalen Zustand entspannen. Wir lösen uns ein Stück weit von unseren mentalen Mustern und rutschen in die Rolle des Zuschauers.

“Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Macht von anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen” Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno

XXI. “YAMA”

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Guten Abend. Ich möchte heute ein wenig über die Regeln für das Verhalten im persönlichen Umfeld schreiben. Oft ist es so, dass ich auf ganz komische Reaktionen stoße, oder besser gesagt Unverständnis, wenn ich versuche jemandem zu erklären was meine aktuelle Lebensphilosophie ist. Die meisten Menschen in meinem Umfeld leben ohne Glauben und machen einen auf Wissenschaftler oder Atheist und sind total verschlossen für etwas nicht beweisbares. Trotzdem ist es wichtig zu jedem Menschen gleich zu sein und nicht zu trotzen.

Wie dem auch sei, es gibt 5 Verhaltensregeln für einen Yogi, für das Verhalten mit dem persönlichen Umfeld. Es sind ganz Grundlegende Regeln, die für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand eigentlich klar sein sollten.

Die Regeln für das Verhalten Lauten:

  • Nicht-Schaden
  • Aufrichtigkeit
  • Nicht-Stehlen
  • Leben im Bewusstsein
  • Nicht-Greifen (Aufmerksamkeit, Beziehungen, Dinge, Geld, Titel)

Diese Regeln sind universell, das heißt unabhängig von Status, Ort, Zeit und Umständen. Man sagt sie sind das größte Bekenntnis.

Und hier die Früchte der “Yama´s” :

“Ist einer fest in Gewaltlosigkeit verankert, so versiegt in seiner Gegenwart jegliche Feindseligkeit”

“Ist jemand in Wahrhaftigkeit gegründet, so wird Wirklichkeit, was er sagt”

“Wer fest im Nicht-Stehlen verwurzelt ist, dem offenbaren sich alle Schätze”

“Wer fest verankert im Bewusstsein lebt, der erfährt Vitalität”

“Wer in Nicht-Greifen gefestigt ist, erkennt den Grund seiner Existenz”

Sutra 35-39

XX. “Hindernisse”

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Hallo Yogis. Hindernisse und Blockaden die unseren Geist unruhig machen sind: Psychische Krankheiten, Zweifel, Mattigkeit, Mangel an Selbstkontrolle, gestörte Wahrnehmung, Unfähigkeit höhere Stufen des Yoga zu erreichen und das bereits gehaltene Niveau zu halten. Begleiterscheinungen sind Niedergeschlagenheit, Schmerz und unregelmäßige Atmung.

Diese Hindernisse begegnen uns auf dem Yoga- Weg und ich kann euch sagen, ich könnte schwören dass ich heute ein Tag erlebt hab an dem ich jene ganz stark wahrgenommen hab. Dieser instabile mentale Zustand führt dazu sich in oberflächliche Gedanken zu verstricken, welche die Wahrnehmung verzerren und unser Urteilsvermögen weiter einschränkt.

Ich kann diese Hindernisse bekämpfen indem ich wirklich versuche eine innere Haltung zu kultivieren, die ehrliche Freude über Gutes zum Ausdruck bringt und mir Gelassenheit gegenüber Negativen gibt.

“Ein guter Kopf und ein gutes Herz sind immer eine Eindrucksvolle Kombination” Nelson Mandela

XIX. “wings for life”

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Hallo Leute. Hatte heute Yogapraxis auf eine etwas andere Art und Weise. Hab heute am “wings for life”-run in München teilgenommen. Das Beste: Mit deiner Teilnahme unterstützt du Wissenschaftler, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Denn 100% aller Startgelder und Spenden fliessen in wichtige Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Das ist möglich, weil die administrativen Kosten sowohl von Wings for Life als auch des Events von der Firma Red Bull getragen werden. An dieser Stelle, ein Danke an Red Bull =)

Am meisten hat mich fasziniert, dass es Rollstuhlfahrer gibt, die mehr als 20Km mithalten und über Stock und Stein fahren. Unglaublicher Lebenswille, in meinen Augen. Es gibt mir Motivation und lässt mich Dankbar sein, Gesund und uneingeschränkt leben zu können.

“Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?” Friedrich Schiller

 

 

XVIII. “awareness”

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Namaste. Heute kann ich echt behaupten, dass ich schon wesentlich bewusster die ganze Sache angehen kann. Ich spüre, dass mein Bewusstsein sich Tag für Tag minimal stärkt und ich  jedenfalls achtsamer durchs Leben gehe. Ich konzentriere mich wesentlich besser auf die wichtigen Dinge, meine Familie, Freunde und vor allem jene Dinge die mich erfüllen. Ich bin auch ein wesentlich besserer Zuhörer. Man ist einfach achtsamer und konzentrierter, wählt seine Worte überlegt und verliert sich nicht in ewig langen Ketten von negativen Gedanken.

Wenn wir die verschiedenen Elemente und Praktiken des Yoga üben werden Unreinheiten beseitigt. Spirituelle Erkenntnis scheint mehr und mehr auf und entwickelt sich Schlussendlich zum unterscheidenden Gewahrsein.

Durch die stetige Ausrichtung auf die Prozesse der Wahrnehmung, des Bewusstseins und auf die Natur der Sinnesorgane, genauer gesagt auf den Ich-Sinn, auf das , was diesen Dingen zugrunde liegt und den Zweck, dem sie dienen, gewinnt man die Kontrolle über die Sinnesorgane.

“Es gibt keinen Anfang, es gibt kein Ende, es gibt nur Veränderung.

Es gibt keinen Lehrer, es gibt keinen Schüler, es gibt nur Erinnerung.

Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse, es gibt nur Äußerung.

Es gibt keine Vereinigung, es gibt kein Teilen, es gibt nur das Eine.

Es gibt keine Freude, es gibt kein Leid, es gibt nur Liebe.

Es gibt kein Größer, es gibt kein Geringer, es gibt nur Gleichgewicht.

Es gibt kein Stillstand, es gibt keine Entropie, es gibt nur Bewegung.

Es gibt kein Wachsein, es gibt kein Schlafen, es gibt nur Sein.

Es gibt keine Grenze, es gibt keine Gelegenheit, es gibt nur einen Plan.”

Patanjali Sutra 50

XVII. “pottery”

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Hallo zusammen. Hab mich heute neben meiner täglichen Praxis von “Asanas” auf etwas spezielles eingelassen. Ich hatte die Gelegenheit bei einem Keramiker, einer der besten seines Faches (Thomas Bohle), zu töpfern. Die Arbeit mit Ton ist etwas ganz besonderes und hat was meditatives, weil man sich extrem auf seine Hände konzentriert und sich der Ton äußerst sensibel verhält. Nach 3 Stunden and der Scheibe war ich regelrecht ausgepowert, spürte aber auch wie befreiend diese Arbeit ist. Es war eine super Erfahrung und ich kann es jedem weiterempfehlen, denn der Schaffensprozess ist wirklich erfüllend.

“Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser” Sokrates

XVI. “the brain”

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Das Gehirn ist für alles offen. Das Gehirn ist gleichgültig. Das sind zwei wesentliche Grundthesen die renommierte Gehirnforscher herausgefunden haben. Das Gehirn will Effekte, die als emotional positiv bewertet wurden. Jetzt gibt es unterschiedliche Menschen, aber jeder ist auf der selben Suche, eben nach diesem positiven Effekt.

Heute ist mein 7ter Tag und meine erste Woche ist geschafft. Ich hab heute fast 2 Stunden praktiziert und ich kann auf jeden Fall diesen positiven Effekt spüren, mehrere mentale Muster kommen immer wieder hoch aber die Yogapraxis löscht die negativen mentalen Muster einfach aus.

“Auch die Fokussierung auf feine Sinneswahrnehmung führt einen stabilen Zustand des Geistes herbei” Patanjali

Natürlich hab ich auch immer wieder Gedanken, hier alles zu verwerfen und stelle alles in Frage, aber genau das mach ich bei allen anderen Dingen im Leben auch und diese Jahreschallenge soll mir auch einen gewissen Schliff geben und mir dabei helfen eine mentale Konstanz zu entwickeln.

 

XV. “mind-body aspect”

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Tag 6. Mein gestriges Thema waren die mentalen Muster die wir in uns tragen, ich finde es hilft einem, solche Muster zu erkennen und auch einstufen zu können. Man wird sich dessen bewusst und kann wesentlicher leichter damit umgehen. Ich bin heute von Wien nach Vorarlberg gereist um mich jetzt 10 Tage noch intensiver auf meine Praxis zu konzentrieren. Werde mir hier ein paar nette Plätze suchen um vor allem zum meditieren.

“Der Mensch ist für alle seine wahren Bedürfnisse genügend ausgestattet, wenn er seinen Sinnen traut und sie so entwickelt, dass sie seines Vertrauens würdig bleiben” Wolfgang Johann Goethe

Mein Thema heute ist wie der Geist und der Körper zusammen spielen, bezogen auf “Asanas”. Die meisten unserer Beschwerden heutzutage sind psychosomatischer Natur und die meisten Medikamentösen Behandlungen des 21. Jahrhunderts scheitern daran das Problem an der Wurzel anzupacken. Jetzt kommt s! Wenn wir, aber diese “Asanas” in einer angenehmen Atmosphäre, ohne Wettkampfbedingungen ausführen entspannen sie  in der Erholungsphase den ganzen Körper und sie greifen Muskelbeschwerden, Organbeschwerden, Depressionen positiv an und beseitigen diese in der Wurzel.

XIV. “Mentale Muster”

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Hallo Leute. Im Yoga gibt es 5 Arten mentaler Muster, genannt “vrittis”. Sie verändern sich permanent und wir identifizieren uns bewusst und unbewusst damit. Yoga ist der Zustand der Selbstverwirklichung, denn wir dann erfahren wenn all diese mentalen Muster zur Ruhe kommen. Man nennt diesen Zustand auch “Nirodhah”.

Zu diesen mentalen Mustern gehören unsere Ängste und Sorgen, Wollen oder Nicht-Wollen, Ärger, Zorn, zwanghaftes Denken und die damit verbundenen “ups and downs”. Sie entstehen durch richtiges Wissen, falsches Wissen, Vorstellungen, tiefer Schlaf und Erinnerung. Dabei kann richtiges Wissen nur durch direkte Wahrnehmung über logische Ableitung oder mittels Zeugnis erlangt werden. Falsches Wissen dahingegen heißt, dass wir eine Sache anders wahrnehmen als sie in Wirklichkeit ist. Vorstellungen sind Gedankenmuster die nicht auf real existierenden Objekten entstehen. Tiefer Schlaf ist besonders, denn er hat die Leere zum Objekt. Erinnerungen basieren auf Eindrücken, die wir nicht losgelassen haben.

Ich denke richtiges Wissen kann ich nur erlangen, wenn meine Sinne richtig intakt sind und indem wir logisch denken. Doch das ist logischerweise nur möglich wenn unsere Sinne richtig fein eingestellt sind.

Und jetzt kommt es, diese Mentalen Muster können wiederum durch diese Praxis zur Ruhe gebracht werden. Ich kann das mehr und mehr wahrnehmen, weil ich mich das bloggen automatisch praktizieren lässt und es gibt mir was, eben mehr Ruhe und Gelassenheit und mentale Stille. Doch ist es wirklich wichtig eine tägliche Routine zu kriegen um auch wirklich etwas wahrnehmen zu können.