XXI. “YAMA”

 

Guten Abend. Ich möchte heute ein wenig über die Regeln für das Verhalten im persönlichen Umfeld schreiben. Oft ist es so, dass ich auf ganz komische Reaktionen stoße, oder besser gesagt Unverständnis, wenn ich versuche jemandem zu erklären was meine aktuelle Lebensphilosophie ist. Die meisten Menschen in meinem Umfeld leben ohne Glauben und machen einen auf Wissenschaftler oder Atheist und sind total verschlossen für etwas nicht beweisbares. Trotzdem ist es wichtig zu jedem Menschen gleich zu sein und nicht zu trotzen.

Wie dem auch sei, es gibt 5 Verhaltensregeln für einen Yogi, für das Verhalten mit dem persönlichen Umfeld. Es sind ganz Grundlegende Regeln, die für einen Menschen mit gesundem Menschenverstand eigentlich klar sein sollten.

Die Regeln für das Verhalten Lauten:

  • Nicht-Schaden
  • Aufrichtigkeit
  • Nicht-Stehlen
  • Leben im Bewusstsein
  • Nicht-Greifen (Aufmerksamkeit, Beziehungen, Dinge, Geld, Titel)

Diese Regeln sind universell, das heißt unabhängig von Status, Ort, Zeit und Umständen. Man sagt sie sind das größte Bekenntnis.

Und hier die Früchte der “Yama´s” :

“Ist einer fest in Gewaltlosigkeit verankert, so versiegt in seiner Gegenwart jegliche Feindseligkeit”

“Ist jemand in Wahrhaftigkeit gegründet, so wird Wirklichkeit, was er sagt”

“Wer fest im Nicht-Stehlen verwurzelt ist, dem offenbaren sich alle Schätze”

“Wer fest verankert im Bewusstsein lebt, der erfährt Vitalität”

“Wer in Nicht-Greifen gefestigt ist, erkennt den Grund seiner Existenz”

Sutra 35-39

XX. “Hindernisse”

 

Hallo Yogis. Hindernisse und Blockaden die unseren Geist unruhig machen sind: Psychische Krankheiten, Zweifel, Mattigkeit, Mangel an Selbstkontrolle, gestörte Wahrnehmung, Unfähigkeit höhere Stufen des Yoga zu erreichen und das bereits gehaltene Niveau zu halten. Begleiterscheinungen sind Niedergeschlagenheit, Schmerz und unregelmäßige Atmung.

Diese Hindernisse begegnen uns auf dem Yoga- Weg und ich kann euch sagen, ich könnte schwören dass ich heute ein Tag erlebt hab an dem ich jene ganz stark wahrgenommen hab. Dieser instabile mentale Zustand führt dazu sich in oberflächliche Gedanken zu verstricken, welche die Wahrnehmung verzerren und unser Urteilsvermögen weiter einschränkt.

Ich kann diese Hindernisse bekämpfen indem ich wirklich versuche eine innere Haltung zu kultivieren, die ehrliche Freude über Gutes zum Ausdruck bringt und mir Gelassenheit gegenüber Negativen gibt.

“Ein guter Kopf und ein gutes Herz sind immer eine Eindrucksvolle Kombination” Nelson Mandela

XIX. “wings for life”

 

Hallo Leute. Hatte heute Yogapraxis auf eine etwas andere Art und Weise. Hab heute am “wings for life”-run in München teilgenommen. Das Beste: Mit deiner Teilnahme unterstützt du Wissenschaftler, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Denn 100% aller Startgelder und Spenden fliessen in wichtige Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Das ist möglich, weil die administrativen Kosten sowohl von Wings for Life als auch des Events von der Firma Red Bull getragen werden. An dieser Stelle, ein Danke an Red Bull =)

Am meisten hat mich fasziniert, dass es Rollstuhlfahrer gibt, die mehr als 20Km mithalten und über Stock und Stein fahren. Unglaublicher Lebenswille, in meinen Augen. Es gibt mir Motivation und lässt mich Dankbar sein, Gesund und uneingeschränkt leben zu können.

“Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?” Friedrich Schiller

 

 

XVIII. “awareness”

 

Namaste. Heute kann ich echt behaupten, dass ich schon wesentlich bewusster die ganze Sache angehen kann. Ich spüre, dass mein Bewusstsein sich Tag für Tag minimal stärkt und ich  jedenfalls achtsamer durchs Leben gehe. Ich konzentriere mich wesentlich besser auf die wichtigen Dinge, meine Familie, Freunde und vor allem jene Dinge die mich erfüllen. Ich bin auch ein wesentlich besserer Zuhörer. Man ist einfach achtsamer und konzentrierter, wählt seine Worte überlegt und verliert sich nicht in ewig langen Ketten von negativen Gedanken.

Wenn wir die verschiedenen Elemente und Praktiken des Yoga üben werden Unreinheiten beseitigt. Spirituelle Erkenntnis scheint mehr und mehr auf und entwickelt sich Schlussendlich zum unterscheidenden Gewahrsein.

Durch die stetige Ausrichtung auf die Prozesse der Wahrnehmung, des Bewusstseins und auf die Natur der Sinnesorgane, genauer gesagt auf den Ich-Sinn, auf das , was diesen Dingen zugrunde liegt und den Zweck, dem sie dienen, gewinnt man die Kontrolle über die Sinnesorgane.

“Es gibt keinen Anfang, es gibt kein Ende, es gibt nur Veränderung.

Es gibt keinen Lehrer, es gibt keinen Schüler, es gibt nur Erinnerung.

Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse, es gibt nur Äußerung.

Es gibt keine Vereinigung, es gibt kein Teilen, es gibt nur das Eine.

Es gibt keine Freude, es gibt kein Leid, es gibt nur Liebe.

Es gibt kein Größer, es gibt kein Geringer, es gibt nur Gleichgewicht.

Es gibt kein Stillstand, es gibt keine Entropie, es gibt nur Bewegung.

Es gibt kein Wachsein, es gibt kein Schlafen, es gibt nur Sein.

Es gibt keine Grenze, es gibt keine Gelegenheit, es gibt nur einen Plan.”

Patanjali Sutra 50

XVII. “pottery”

 

Hallo zusammen. Hab mich heute neben meiner täglichen Praxis von “Asanas” auf etwas spezielles eingelassen. Ich hatte die Gelegenheit bei einem Keramiker, einer der besten seines Faches (Thomas Bohle), zu töpfern. Die Arbeit mit Ton ist etwas ganz besonderes und hat was meditatives, weil man sich extrem auf seine Hände konzentriert und sich der Ton äußerst sensibel verhält. Nach 3 Stunden and der Scheibe war ich regelrecht ausgepowert, spürte aber auch wie befreiend diese Arbeit ist. Es war eine super Erfahrung und ich kann es jedem weiterempfehlen, denn der Schaffensprozess ist wirklich erfüllend.

“Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser” Sokrates

XVI. “the brain”

 

Das Gehirn ist für alles offen. Das Gehirn ist gleichgültig. Das sind zwei wesentliche Grundthesen die renommierte Gehirnforscher herausgefunden haben. Das Gehirn will Effekte, die als emotional positiv bewertet wurden. Jetzt gibt es unterschiedliche Menschen, aber jeder ist auf der selben Suche, eben nach diesem positiven Effekt.

Heute ist mein 7ter Tag und meine erste Woche ist geschafft. Ich hab heute fast 2 Stunden praktiziert und ich kann auf jeden Fall diesen positiven Effekt spüren, mehrere mentale Muster kommen immer wieder hoch aber die Yogapraxis löscht die negativen mentalen Muster einfach aus.

“Auch die Fokussierung auf feine Sinneswahrnehmung führt einen stabilen Zustand des Geistes herbei” Patanjali

Natürlich hab ich auch immer wieder Gedanken, hier alles zu verwerfen und stelle alles in Frage, aber genau das mach ich bei allen anderen Dingen im Leben auch und diese Jahreschallenge soll mir auch einen gewissen Schliff geben und mir dabei helfen eine mentale Konstanz zu entwickeln.

 

XV. “mind-body aspect”

 

Tag 6. Mein gestriges Thema waren die mentalen Muster die wir in uns tragen, ich finde es hilft einem, solche Muster zu erkennen und auch einstufen zu können. Man wird sich dessen bewusst und kann wesentlicher leichter damit umgehen. Ich bin heute von Wien nach Vorarlberg gereist um mich jetzt 10 Tage noch intensiver auf meine Praxis zu konzentrieren. Werde mir hier ein paar nette Plätze suchen um vor allem zum meditieren.

“Der Mensch ist für alle seine wahren Bedürfnisse genügend ausgestattet, wenn er seinen Sinnen traut und sie so entwickelt, dass sie seines Vertrauens würdig bleiben” Wolfgang Johann Goethe

Mein Thema heute ist wie der Geist und der Körper zusammen spielen, bezogen auf “Asanas”. Die meisten unserer Beschwerden heutzutage sind psychosomatischer Natur und die meisten Medikamentösen Behandlungen des 21. Jahrhunderts scheitern daran das Problem an der Wurzel anzupacken. Jetzt kommt s! Wenn wir, aber diese “Asanas” in einer angenehmen Atmosphäre, ohne Wettkampfbedingungen ausführen entspannen sie  in der Erholungsphase den ganzen Körper und sie greifen Muskelbeschwerden, Organbeschwerden, Depressionen positiv an und beseitigen diese in der Wurzel.