XIX. “wings for life”

 

Hallo Leute. Hatte heute Yogapraxis auf eine etwas andere Art und Weise. Hab heute am “wings for life”-run in München teilgenommen. Das Beste: Mit deiner Teilnahme unterstützt du Wissenschaftler, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Denn 100% aller Startgelder und Spenden fliessen in wichtige Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Das ist möglich, weil die administrativen Kosten sowohl von Wings for Life als auch des Events von der Firma Red Bull getragen werden. An dieser Stelle, ein Danke an Red Bull =)

Am meisten hat mich fasziniert, dass es Rollstuhlfahrer gibt, die mehr als 20Km mithalten und über Stock und Stein fahren. Unglaublicher Lebenswille, in meinen Augen. Es gibt mir Motivation und lässt mich Dankbar sein, Gesund und uneingeschränkt leben zu können.

“Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?” Friedrich Schiller

 

 

XVIII. “awareness”

 

Namaste. Heute kann ich echt behaupten, dass ich schon wesentlich bewusster die ganze Sache angehen kann. Ich spüre, dass mein Bewusstsein sich Tag für Tag minimal stärkt und ich  jedenfalls achtsamer durchs Leben gehe. Ich konzentriere mich wesentlich besser auf die wichtigen Dinge, meine Familie, Freunde und vor allem jene Dinge die mich erfüllen. Ich bin auch ein wesentlich besserer Zuhörer. Man ist einfach achtsamer und konzentrierter, wählt seine Worte überlegt und verliert sich nicht in ewig langen Ketten von negativen Gedanken.

Wenn wir die verschiedenen Elemente und Praktiken des Yoga üben werden Unreinheiten beseitigt. Spirituelle Erkenntnis scheint mehr und mehr auf und entwickelt sich Schlussendlich zum unterscheidenden Gewahrsein.

Durch die stetige Ausrichtung auf die Prozesse der Wahrnehmung, des Bewusstseins und auf die Natur der Sinnesorgane, genauer gesagt auf den Ich-Sinn, auf das , was diesen Dingen zugrunde liegt und den Zweck, dem sie dienen, gewinnt man die Kontrolle über die Sinnesorgane.

“Es gibt keinen Anfang, es gibt kein Ende, es gibt nur Veränderung.

Es gibt keinen Lehrer, es gibt keinen Schüler, es gibt nur Erinnerung.

Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse, es gibt nur Äußerung.

Es gibt keine Vereinigung, es gibt kein Teilen, es gibt nur das Eine.

Es gibt keine Freude, es gibt kein Leid, es gibt nur Liebe.

Es gibt kein Größer, es gibt kein Geringer, es gibt nur Gleichgewicht.

Es gibt kein Stillstand, es gibt keine Entropie, es gibt nur Bewegung.

Es gibt kein Wachsein, es gibt kein Schlafen, es gibt nur Sein.

Es gibt keine Grenze, es gibt keine Gelegenheit, es gibt nur einen Plan.”

Patanjali Sutra 50

XVII. “pottery”

 

Hallo zusammen. Hab mich heute neben meiner täglichen Praxis von “Asanas” auf etwas spezielles eingelassen. Ich hatte die Gelegenheit bei einem Keramiker, einer der besten seines Faches (Thomas Bohle), zu töpfern. Die Arbeit mit Ton ist etwas ganz besonderes und hat was meditatives, weil man sich extrem auf seine Hände konzentriert und sich der Ton äußerst sensibel verhält. Nach 3 Stunden and der Scheibe war ich regelrecht ausgepowert, spürte aber auch wie befreiend diese Arbeit ist. Es war eine super Erfahrung und ich kann es jedem weiterempfehlen, denn der Schaffensprozess ist wirklich erfüllend.

“Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser” Sokrates

XVI. “the brain”

 

Das Gehirn ist für alles offen. Das Gehirn ist gleichgültig. Das sind zwei wesentliche Grundthesen die renommierte Gehirnforscher herausgefunden haben. Das Gehirn will Effekte, die als emotional positiv bewertet wurden. Jetzt gibt es unterschiedliche Menschen, aber jeder ist auf der selben Suche, eben nach diesem positiven Effekt.

Heute ist mein 7ter Tag und meine erste Woche ist geschafft. Ich hab heute fast 2 Stunden praktiziert und ich kann auf jeden Fall diesen positiven Effekt spüren, mehrere mentale Muster kommen immer wieder hoch aber die Yogapraxis löscht die negativen mentalen Muster einfach aus.

“Auch die Fokussierung auf feine Sinneswahrnehmung führt einen stabilen Zustand des Geistes herbei” Patanjali

Natürlich hab ich auch immer wieder Gedanken, hier alles zu verwerfen und stelle alles in Frage, aber genau das mach ich bei allen anderen Dingen im Leben auch und diese Jahreschallenge soll mir auch einen gewissen Schliff geben und mir dabei helfen eine mentale Konstanz zu entwickeln.

 

XV. “mind-body aspect”

 

Tag 6. Mein gestriges Thema waren die mentalen Muster die wir in uns tragen, ich finde es hilft einem, solche Muster zu erkennen und auch einstufen zu können. Man wird sich dessen bewusst und kann wesentlicher leichter damit umgehen. Ich bin heute von Wien nach Vorarlberg gereist um mich jetzt 10 Tage noch intensiver auf meine Praxis zu konzentrieren. Werde mir hier ein paar nette Plätze suchen um vor allem zum meditieren.

“Der Mensch ist für alle seine wahren Bedürfnisse genügend ausgestattet, wenn er seinen Sinnen traut und sie so entwickelt, dass sie seines Vertrauens würdig bleiben” Wolfgang Johann Goethe

Mein Thema heute ist wie der Geist und der Körper zusammen spielen, bezogen auf “Asanas”. Die meisten unserer Beschwerden heutzutage sind psychosomatischer Natur und die meisten Medikamentösen Behandlungen des 21. Jahrhunderts scheitern daran das Problem an der Wurzel anzupacken. Jetzt kommt s! Wenn wir, aber diese “Asanas” in einer angenehmen Atmosphäre, ohne Wettkampfbedingungen ausführen entspannen sie  in der Erholungsphase den ganzen Körper und sie greifen Muskelbeschwerden, Organbeschwerden, Depressionen positiv an und beseitigen diese in der Wurzel.

XIV. “Mentale Muster”

 

Hallo Leute. Im Yoga gibt es 5 Arten mentaler Muster, genannt “vrittis”. Sie verändern sich permanent und wir identifizieren uns bewusst und unbewusst damit. Yoga ist der Zustand der Selbstverwirklichung, denn wir dann erfahren wenn all diese mentalen Muster zur Ruhe kommen. Man nennt diesen Zustand auch “Nirodhah”.

Zu diesen mentalen Mustern gehören unsere Ängste und Sorgen, Wollen oder Nicht-Wollen, Ärger, Zorn, zwanghaftes Denken und die damit verbundenen “ups and downs”. Sie entstehen durch richtiges Wissen, falsches Wissen, Vorstellungen, tiefer Schlaf und Erinnerung. Dabei kann richtiges Wissen nur durch direkte Wahrnehmung über logische Ableitung oder mittels Zeugnis erlangt werden. Falsches Wissen dahingegen heißt, dass wir eine Sache anders wahrnehmen als sie in Wirklichkeit ist. Vorstellungen sind Gedankenmuster die nicht auf real existierenden Objekten entstehen. Tiefer Schlaf ist besonders, denn er hat die Leere zum Objekt. Erinnerungen basieren auf Eindrücken, die wir nicht losgelassen haben.

Ich denke richtiges Wissen kann ich nur erlangen, wenn meine Sinne richtig intakt sind und indem wir logisch denken. Doch das ist logischerweise nur möglich wenn unsere Sinne richtig fein eingestellt sind.

Und jetzt kommt es, diese Mentalen Muster können wiederum durch diese Praxis zur Ruhe gebracht werden. Ich kann das mehr und mehr wahrnehmen, weil ich mich das bloggen automatisch praktizieren lässt und es gibt mir was, eben mehr Ruhe und Gelassenheit und mentale Stille. Doch ist es wirklich wichtig eine tägliche Routine zu kriegen um auch wirklich etwas wahrnehmen zu können.

XIII. “basics”

 

Hallo Leute. Tag 4 meiner Challenge. Hab heute ca. 60min Yoga gemacht, konzentrierte mich dabei sehr gut, ich beginne immer mit ganz einfachen Asanas im Sitzen, Auflockerungsübungen “loosening practises” und auf jeden Fall mindestens 12 Durchgänge vom klassischen Sonnengruß, er deckt den ganzen Körper ab und man kann ihn immer und überall machen.

Ich möchte nochmal auf Grundlagen eingehen, weil sie immens wichtig sind und man sie verinnerlichen sollte für die ganze Praxis.

  • Atmung: Immer durch die Nase Atmen, außer das Gegenteilige wird verlangt, kommt aber nur bei ein paar wenigen Atemübungen vor.
  • Bewusstsein: Der Zweck der Asana´s liegt darin, alle Sinne zu integrieren um die Dinge wahrnehmen zu können die im Körper passieren.
  • Links und Rechts: Immer beide Seiten praktizieren um auszugleichen und harmonisieren.
  • Belastung: Auf jeden Fall nicht überlasten oder überdehnen, nicht verkrampfen, kurz gesagt man sollte immer durch die Nase Atmen können.
  • Altersgruppe: Alle =)

XII. “breath”

 

Tag 3. Ich realisiere mehr und mehr welcher Mensch ich sein will. War das zu poetisch? Spass bei Seite. Ich kann natürlich von meiner geistigen Entwicklung noch nicht so viel erzählen, dafür ist es noch zu früh. Meine Gefühlsleben ist unverändert würde ich mal sagen. “Ups and downs” oder ” a uf und ab  ” wie wir in Vorarlberg sagen würden, wenn ich es beschreiben müsste. Ich kann auf jeden Fall nicht von einer Erleuchtung sprechen. Was ich aber sagen kann, nach ca. 20 monatiger Praxis von “Asana´s” und einigen Atemübungen , die physische Entwicklung ist enorm zu spüren. Man kann sich mehr und mehr verbiegen und strecken, Verspannungen lösen sich definitiv und eine erhebliche Stärkung des gesamten Körpers ist spürbar. Nichts neues !

“Atemübungen, die eine Betonung und Verlängerung des Ausatmung einschließen, können dazu dienen, unseren Geist ruhiger werden zu lassen” Yoga-Sutra 1.34

Viele Sportler, vor allem Apnoetaucher (Tauchen ohne Sauerstoffzufuhr) nutzen diese Methoden der Yoga Atemübungen um nicht in Panik zu geraten und die Atmung zu beherrschen.

XI.

 

Namaste!

Heute ist der 2te Tag meiner “Challenge” und ich muss sagen, dass ich echt ein wenig geschlagen war von meiner gestrigen Arbeitsnacht im Casino. Es ist dann echt ein wenig mühsam sich auf die Praxis einzulassen, doch man kann mit ganz einfachen Dingen starten und sich dann langsam steigern und auf einmal hat man schon vergessen warum man keine Lust dazu hatte. Ich versuche meine Praxis auch ein wenig abwechslungsreich zu gestalten, in dem ich auch unterschiedliche Studios besuche und nicht immer alleine praktiziere.

“Die Körperübung im Yoga ist gekennzeichnet durch Stabilität und Leichtigkeit. Finde dafür eine passende Anstrengung und löse überflüssige Anspannung. Dann fließt dein Atem” YOGA -SUTRA 2.46-47

Ich kann nur sagen, man versteht diesen Satz erst nach geraumer Zeit, weil man Anfangs einfach noch viel zu stark mit anderen Dingen beschäftigt ist und auch gar nicht diese Konzentration aufs wesentliche aufbringen kann. Außerdem fehlt uns Menschen meistens grundlegend die richtige Technik zum Atmen. Als wir geboren wurden, haben wir es richtig gemacht, doch dann leider verlernt.

Es heißt es gibt 8,400,000 Asanas und es müssen alle durchlaufen werden vor der Befreiung aus dem Zyklus der Geburt und des Todes. Damit meint man auch sämtliche Vorstufen bevor man es dann wirklich schafft eine Asana perfekt auszuführen.

X.

 

Namaste!

Ich kann es jetzt eigentlich kaum erwarten diese Reise zu starten und freue mich jetzt drauf loslegen zu können. Mir ist natürlich bewusst, dass ich nicht der erste bin, der jetzt auf die Idee kommt, eine Art “Yogachallenge” zu machen, doch ich denke einfach man kann es nicht oft genug publizieren, leben und ausprobieren. Davon bin ich überzeugt und das bewegt mich zu dieser Entscheidung.

“Je größer die Lebenserfahrung, desto deutlicher wird mir, dass der Mensch selbst die Ursache seines Glücks und Unglücks ist” Mahatma Gandhi

Ich möchte mit ein paar grundlegenden Dingen zur Yogapraxis beginnen. Kurz was geschichtliches. Das Yoga, was wir heute kennen, ist von tantrischen Zivilisationen entwickelt worden, die in Indien und vielen Teilen der Welt vor mehr als 10000 Jahren  existierten. Archäologische Ausgrabungen von Statuen (Shiva und Shakti),im heutigen Pakistan, beweisen die gelebte Praxis von Asanas und Meditation. Auf den Inschriften der Statuen befindet sich die Bezeichnung “Minakanna”, welche auf die Askese und selbstdisziplinierte Lebensweise der damaligen Yogis, damals “Minas” genannt, hinweisen. Die Yogatechniken haben ihre Quelle im Tantra. Tantra ist eine Kombination aus 2 Wörtern, tanoti und trayati, welche Erweiterung und Befreiung bedeuten. Yoga entstand als die Menschheit ihr spirituelles Potential realisierte, indem sie begannen jene Techniken zu entwickeln und zu verbessern.

Es geht jetzt mal darum die Praxis zu intensivieren und eine tägliche Routine zu bekommen und den Körper mal richtig zu reinigen. Das bedeutet, Asana, Asana, Asana, zur jeder freien Zeit, egal an welchem Ort. Hier beginne ich nicht bei Null, dennoch kann man nie zu viel machen. Das schwierigste wird 100% auf Alkohol zu verzichten, weil es bei uns so normal ist etwas zu trinken und man ständig in solche Situationen hinein gerät. Betäubende Stimulanzien bringen starkes Ungleichgewicht in die Praxis und verhindern den Progress. Teil meiner Praxis wird mehr und mehr die Meditation sein, um wirklich auch den mentalen Effekt wirklich wahrnehmen zu können. Ich durfte schon einige Erfahrungen damit machen, aber ich bin gespannt, was ich nach,  ich sag mal 100 Tagen so darüber berichten kann. Ich bin hochmotiviert und die Praxis fiel mir heute natürlich besonders leicht. Von Nebenwirkungen kann ich leider noch nicht groß berichten, ist noch zu früh.