LIV. “politics”

Wie kann ich helfen ? Was kann ich tun, um dieser Welt etwas zu geben ? Sind das nicht die Fragen die wir uns stellen könnten, sollten, oder sogar müssten ?

Ich finde das eine interessante Sichtweise. Vor allem in diesen Tagen. An Tagen, an denen wir eine neue Regierung wählen können und wir uns ein “besseres” Leben davon erwarten. Dabei arbeiten Parteien mit allen möglichen PR und Marketing Tricks um die Macht an sich zu reißen. Sie verkaufen uns Emotionen und sagen und versprechen uns das was wir hören wollen. Sicherheit, Stabilität, Fortschritt, Wachstum. Sind das nicht schöne Wörter? Natürlich schon. Aber warum sind wir denn so empfänglich dafür? Kann es sein, dass es an der Unsicherheit, an der Instabilität, am Rückschritt und an der Rezession in der Realität oder im eigenen Leben liegt?

Zum ganzen Amtlichen, Öffentlichen, Bürokratischen und Offiziellen verhalte ich mich sehr skeptisch gegenüber und finde es lächerlich und schade, dass immer noch ganze Völker krampfhaft befehlen folgen, während die Regierungen selber nicht wissen was sie wollen.

Will einfach mal einen Anstoß zum nachdenken geben. Ich kann diese feiernden Menschenmassen nur bedingt verstehen. Ich frage mich halt wirklich, ob das ganze nicht eine großer Irrtum ist? Am allerwitzigsten finde ich, dass Österreich sich auch noch so wichtig nimmt. Im Grunde sind wir eine kleine Provinz mit einem Kanzler, der in der großen Welt sowieso nicht ernst genommen wird.

” Ein Feigling, wer sich den Leistungen, Opfern und Gefahren entzieht, die sein Volk zu bestehen hat. Aber ein Feigling und Verräter nicht minder, wer die Prinzipien des geistigen Lebens an materielle Interessen verrät, wer also z.B: die Entscheidung darüber, was zwei mal zwei sei, den Machthabern zu überlassen bereit ist. Den Sinn für die Wahrheit, die intellektuelle Redlichkeit, die Treue gegen die Gesetze und Methoden des Geistes irgend einem andern Interesse zu opfern, auch dem des Vaterlandes, ist Verrat. Wenn im Kampf der Interessen und Schlagworte die Wahrheit in Gefahr kommt, ebenso entwertet, entstellt und vergewaltigt zu werden wie der Einzelmensch, dann ist es unsere einzige Pflicht zu widerstreben und die Wahrheit, das heisst das Streben nach Wahrheit als unseren obersten Glaubenssatz zu retten”

Hermann Hesse

 

XXII. “emotions”

 

 

Tag 13. Heute war trotz des schönen Wetters ein echt schwerer Tag für mich. Ich musste mich den ganzen Tag mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen. Ist es wirklich so, dass es in jeder Familie ständig Probleme gibt, oder kommt mir das nur so vor? Es kann auf jeden Fall sehr anstrengend werden. Das ist der Grund warum ich mich heute mit dem Umgang mit negativen Gedanken und Emotionen auseinandersetzen will.

Am besten ist, sollten sich negative Gedanken oder Gefühle um treiben, dass man lernt gegenteilige zu kultivieren. Zu den diesen Gedanken und Gefühlen gehören zum Beispiel, jemanden verletzen zu wollen, dabei ist egal, ob wir das selbst tun wollen, ob aus Gier, Ärger, Hass oder Verwirrung, ob mäßig oder stark. Solchen Gedanken und Gefühlen begegnen wir zwangsläufig, doch sie führen zu endlosem Leid und Verblendung und bringen uns nicht weiter. Ich weiss, dass es in jenem Moment unglaublich schwer fällt, ja fast unmöglich ist, aber durch die ständige Praxis wird man achtsamer und bewusster und lernt dazu. Man kriegt sehr oft die Möglichkeit dafür.

Man nennt diese bestimmte Praxis “Pratipaksha bhavanam”. Sie verlangt, im Falle von Wut und Ärger, sich nicht davon forttragen zu lassen, sondern Abstand zu gewinnen und zum Beobachter werden. Ich erkenne, dass ich wütend bin. Wie fühlt sich die Wut an ? Kann ich die Situation anders betrachten? Ist meine Wahrnehmung verzerrt? Täusche oder Irre ich mich vielleicht? Was kann ich tun um einen ausgeglichenen Zustand zu erreichen? Alleine dieses Nachdenken wird unseren mentalen Zustand entspannen. Wir lösen uns ein Stück weit von unseren mentalen Mustern und rutschen in die Rolle des Zuschauers.

“Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Macht von anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen” Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno