LVIII. “liberty”

Es geht heute um das juristische Totschlag Argument. Menschenleben. Die Gegenwart zeigt, dass Politiker die Mathematik über Freiheitsbeschränkung entscheiden lassen. Ich  glaube man muss sich langsam aber sicher über die Grundrechte sorgen machen.

Es weht ein anderer Wind in Österreich. Auch wenn es so scheint, als ob es die meisten es einfach so hinnehmen. Wirtschaft Hochfahren hin oder her, auf einmal leben wir mit polizeistaatlichen Verhältnissen und sehr starken Einschränkungen unsere Menschenrechte. Paralysiert wie die Gesellschaft schon ist, fällt es den meisten nicht einmal auf. Was will uns die Politik den sagen ? Die alte Normalität kommt nicht mehr zurück ? Wie lange nicht? Oder vielleicht in einer gewohnten Form gar nicht mehr?

Einige Experten in ganz Europa und Gott sei Dank auch in Österreich sind sich einig, dass die gegenwärtigen Maßnahmen nicht mit einem oberflächlichen “Angesichts der derzeit großen Bedrohung und Gefahr sind die derzeitigen Einschränkungen sicher verhältnismäßig” abgetan werden dürfen.

Menschenleben zu wahren oder zu retten ist ein unschlagbares Argument und so wird es auch für die härteste Maßnahmen stets angewendet, sobald die Kritik laut wird. Habt ihr schon daran gedacht, dass dieses Argument nahezu in allen Bereichen  des Staatshandelns eingesetzt werden kann? Totale Überwachung unter Einsatz von Tracking, Bewegungsprofilen und sogar des automatisierten Abhörens. Ich sag nur China. Die Absicht Leben zu Retten ist kein Patentrezept für solch harte Maßnahmen, sonst müsste man z.b.  auch den Alkohol und das Rauchen verbieten.

Wo ist die Freiheit des Menschen? Bzw. haben wir sie nicht schon lange verloren und stehen wir kurz davor unter dem Deckmantel Corona unsere letzt Freiheit abzugeben?

Stellt euch vor solche Maßnahmen wären unter einer blauen Regierung getroffen worden ?!

Ein Konzept zur Bekämpfung von Corona ist wichtig, aber Angst und Panikmache ist das letzt was wir brauchen.

“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.”

Lincoln

XXXII. “day by day”

 

Hallo zusammen. Es ist schon faszinierend wie schwer es mir oft fällt, nicht zu glauben, dass sich etwas Tag für Tag weiterentwickeln kann, bzw. nicht so dass es spürbar ist. Ich praktiziere täglich und versuch mich auf jeden einzelnen Tag zu konzentrieren, aber es ist nicht nur beim Yoga so, dass gut Ding einfach weile braucht. Man befindet sich im Leben oft auf einem “tableau”, an einem Punkt an dem man das Gefühl hat, dass es nicht weitergeht, doch dann befindet man sich mitten drin im Entwicklungsprozess. Die Ergebnisse sind einfach oft später spürbar, sowohl mental als auch physisch.

Die meisten Menschen in Vorarlberg definieren sich auf ihren Status und denken immer, dass sich ihr innerliches Wohlbefinden durch eine neues Objekt verbessert. Ich fühle mich oft wie ein Freigeist, oder als Beobachter von solchen Phänomenen. Ich stell mich nicht mental über andere aber, so nehme ich die Welt hier war. Oftmals ist es sehr trostlos, aber es gibt auch Menschen die mir gleichgesinnt sind. Wir bestimmen selbst in welche Politik wir verfolgen, welche elementaren Zukunfstentscheidungen wir treffen, wir sollten es aber nicht überhastet tun, denn meistens sind wir ganz weit von unserem tieferen inneren und gewollten entfernt. Yoga ist nicht die Offenbarung, aber es ist ein weg, Zufriedenheit, Gesundheit und vor allem Freiheit nicht von materiellen Dingen abhängig zu machen.

Yoga does not just change the way we see things, it transforms the person who sees. (B.K.S. Iyengar)

XXIX. “Nie”

 

 

Hallo an die, die meinen Blog gelegentlich verfolgen. Ich möchte heute erstmals ein wenig ausholen und mich zurückmelden. Fast täglich denke ich auch daran zu schreiben, doch benötige ich  im Moment auch immer wieder immens viel Überwindung , es zu tun. Irgendwie herrscht eine gewisse Verbundenheit. Ich kann es nicht so genau erklären. Ich schiebe es darauf, dass ich von meiner Arbeit als Croupier und dem Leben daneben so eingenommen bin, dass mir schlichtweg die Kraft dafür fehlt. Yoga zu praktizieren, und sich größtenteils mit Menschen zu umgeben, die von dieser Lebensweise ganz weit entfernt leben, stellt mich vor eine, wie es scheint, fast unbezwingbare Hürde. Bin oft einfach sehr hin und her gerissen, obwohl ich in nüchternen gelassenen Momenten für mich, genau spüre was für mich gut ist, erwische ich mich immer wieder dabei wie ich mich selbst belüge. An etwas wirklich zu glauben, was einem eventuell hilft gesund durchs Leben zu gehen, will unsere Gesellschaft so etwas Überhaupt? Die Wirtschaft dirigiert unseren Rhythmus, soweit wir es zulassen, das ist klar, doch gefangen sind wir auf eine Art alle zusammen. Das Geld ist nicht Genug, Nie. Entweder Arbeiten um zu Leben oder leben um zu Arbeiten, zweiteres würd ich bevorzugen doch den Unterschied darin durfte ich glaub noch nicht so richtig erfahren. Wie dem auch sei, so denke ich, dass wir extrem mit diesem Druck leben und teilweise  schon gar nicht mehr spüren dass wir uns im Hamsterrad der Fremdbestimmung bewegen. Man wird älter und älter und sagt sich vielleicht, ja mit 30, da, dann aber wirklich, mit 40 vielleicht, da möchte ich dieses und jenes haben und machen und dann, ja dann, kommt man irgendwann drauf, dass man vieles was man machen will gar nicht mehr machen kann und vieles nie haben wird. Aber man weiss es nicht genau, weil möchte man alt werden oder doch intensiv und voll von Exzessen leben?. Doch wie macht man das am besten?

Ich melde mich wieder, sobald ich wieder Luft bekomme, in meiner Zwangsjacke =)

XXVIII. “Zeit”

 

Zeit. Eine vom Menschen geschaffene physikalische Größe. Jeder “weiss” im Grunde was es bedeutet, doch müsste man es einem Fragenden erklären, trau ich mich zu behaupten, dass man sich schwer tun würde, obwohl man ständig von ihr getrieben wird und es jeden betrifft. Tut man es nicht, taucht man ab. “Die Zeit steht still”, jeder kennt dieses Gefühl. Man will aber so viel wie möglich erleben und merkt im gleichen Zug  wie einem die Zeit davon läuft, so fühlt es sich zumindest an. Also man bewegt sich in einem Raum in dem man sich immer überlegt was man als nächstes tut. Dazwischen schaffen wir uns Räume in denen die Zeit steht, d.h. wir tun etwas um diesen Raum zu schaffen um dieses Gefühl zu erlangen oder eben nichts zu denken. Das Gefühl im jetzt zu Leben. Ist es nicht total absurd, sich in diesem Hamsterrad der Fremdbestimmung zu bewegen? Sich ständig von der Zeit steuern zu lassen? Irgendwie wie ist es das schon, trotzdem lassen wir es zu.

Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich […] sind wir alle nur sterblich.

Jean-Luc Picard

XXVI. “Paradigmenwechsel”

 

“Thank you for your emotion, attention and devotion!”, sagte diese Woche ein Mann zu mir bei dem man sagen kann, dass er einen Paradigmenswechsel in seinem Leben vollzogen hat. Darunter sind umgangssprachlich für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen gemeint, oder ein Wechsel der Lebenseinstellung oder auch Umbrüche in lebensweltlichen oder sachlichen Zusammenhängen. Philip Lawrence. Komponist und mehrfacher Grammy Award Nomininierter . Ich durfte ihn oberflächlich kennenlernen. Ein absoluter “PR”-Profi, “Entertainer” einfach ein faszinierender Mensch mit einem Wahnsinns Charisma. Als Künstler erfolgreich. Was ist das Geheimnis?…frag ich mich. Ich denke eben dass auch einen Wechsel der Lebenseinstellung benötigt um Erfolgreich zu sein. Ganz grundlegende Werte die man verfolgt.

Ich bin auf meinem kleinen bescheidenen Pfad des Lebens jetzt auch wieder ein so einem Punkt angekommen, bei dem ich so oft es geht versuche meine grundlegenden Werte zu verfolgen, doch es fällt mir nicht immer leicht. Trotzdem denke ich, dass mich der Weg übers Yoga in der Spur hält.

Ich hab jetzt 3 Wochen keinen Eintrag mehr gemacht, weil ich mich irgendwie aufs neue inspirieren lassen musste um den nächsten Schritt zu gehen. Ich hab mich sehr stark aufs Asana praktizieren konzentriert, aber das Meditieren ein wenig vernachlässigt. Ich nehme jedenfalls immer gleich eine Veränderung der Wahrnehmung wahr. Die Meditation ist auf jedenfall ein Weg zum ganz wichtigen mentalen Ausgleich.

“In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.”Sigmund Freud

XIX. “wings for life”

 

Hallo Leute. Hatte heute Yogapraxis auf eine etwas andere Art und Weise. Hab heute am “wings for life”-run in München teilgenommen. Das Beste: Mit deiner Teilnahme unterstützt du Wissenschaftler, die an einer Heilung für Querschnittslähmung arbeiten. Denn 100% aller Startgelder und Spenden fliessen in wichtige Forschungsprojekte zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Das ist möglich, weil die administrativen Kosten sowohl von Wings for Life als auch des Events von der Firma Red Bull getragen werden. An dieser Stelle, ein Danke an Red Bull =)

Am meisten hat mich fasziniert, dass es Rollstuhlfahrer gibt, die mehr als 20Km mithalten und über Stock und Stein fahren. Unglaublicher Lebenswille, in meinen Augen. Es gibt mir Motivation und lässt mich Dankbar sein, Gesund und uneingeschränkt leben zu können.

“Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?” Friedrich Schiller

 

 

XVI. “the brain”

 

Das Gehirn ist für alles offen. Das Gehirn ist gleichgültig. Das sind zwei wesentliche Grundthesen die renommierte Gehirnforscher herausgefunden haben. Das Gehirn will Effekte, die als emotional positiv bewertet wurden. Jetzt gibt es unterschiedliche Menschen, aber jeder ist auf der selben Suche, eben nach diesem positiven Effekt.

Heute ist mein 7ter Tag und meine erste Woche ist geschafft. Ich hab heute fast 2 Stunden praktiziert und ich kann auf jeden Fall diesen positiven Effekt spüren, mehrere mentale Muster kommen immer wieder hoch aber die Yogapraxis löscht die negativen mentalen Muster einfach aus.

“Auch die Fokussierung auf feine Sinneswahrnehmung führt einen stabilen Zustand des Geistes herbei” Patanjali

Natürlich hab ich auch immer wieder Gedanken, hier alles zu verwerfen und stelle alles in Frage, aber genau das mach ich bei allen anderen Dingen im Leben auch und diese Jahreschallenge soll mir auch einen gewissen Schliff geben und mir dabei helfen eine mentale Konstanz zu entwickeln.

 

XV. “mind-body aspect”

 

Tag 6. Mein gestriges Thema waren die mentalen Muster die wir in uns tragen, ich finde es hilft einem, solche Muster zu erkennen und auch einstufen zu können. Man wird sich dessen bewusst und kann wesentlicher leichter damit umgehen. Ich bin heute von Wien nach Vorarlberg gereist um mich jetzt 10 Tage noch intensiver auf meine Praxis zu konzentrieren. Werde mir hier ein paar nette Plätze suchen um vor allem zum meditieren.

“Der Mensch ist für alle seine wahren Bedürfnisse genügend ausgestattet, wenn er seinen Sinnen traut und sie so entwickelt, dass sie seines Vertrauens würdig bleiben” Wolfgang Johann Goethe

Mein Thema heute ist wie der Geist und der Körper zusammen spielen, bezogen auf “Asanas”. Die meisten unserer Beschwerden heutzutage sind psychosomatischer Natur und die meisten Medikamentösen Behandlungen des 21. Jahrhunderts scheitern daran das Problem an der Wurzel anzupacken. Jetzt kommt s! Wenn wir, aber diese “Asanas” in einer angenehmen Atmosphäre, ohne Wettkampfbedingungen ausführen entspannen sie  in der Erholungsphase den ganzen Körper und sie greifen Muskelbeschwerden, Organbeschwerden, Depressionen positiv an und beseitigen diese in der Wurzel.

XIV. “Mentale Muster”

 

Hallo Leute. Im Yoga gibt es 5 Arten mentaler Muster, genannt “vrittis”. Sie verändern sich permanent und wir identifizieren uns bewusst und unbewusst damit. Yoga ist der Zustand der Selbstverwirklichung, denn wir dann erfahren wenn all diese mentalen Muster zur Ruhe kommen. Man nennt diesen Zustand auch “Nirodhah”.

Zu diesen mentalen Mustern gehören unsere Ängste und Sorgen, Wollen oder Nicht-Wollen, Ärger, Zorn, zwanghaftes Denken und die damit verbundenen “ups and downs”. Sie entstehen durch richtiges Wissen, falsches Wissen, Vorstellungen, tiefer Schlaf und Erinnerung. Dabei kann richtiges Wissen nur durch direkte Wahrnehmung über logische Ableitung oder mittels Zeugnis erlangt werden. Falsches Wissen dahingegen heißt, dass wir eine Sache anders wahrnehmen als sie in Wirklichkeit ist. Vorstellungen sind Gedankenmuster die nicht auf real existierenden Objekten entstehen. Tiefer Schlaf ist besonders, denn er hat die Leere zum Objekt. Erinnerungen basieren auf Eindrücken, die wir nicht losgelassen haben.

Ich denke richtiges Wissen kann ich nur erlangen, wenn meine Sinne richtig intakt sind und indem wir logisch denken. Doch das ist logischerweise nur möglich wenn unsere Sinne richtig fein eingestellt sind.

Und jetzt kommt es, diese Mentalen Muster können wiederum durch diese Praxis zur Ruhe gebracht werden. Ich kann das mehr und mehr wahrnehmen, weil ich mich das bloggen automatisch praktizieren lässt und es gibt mir was, eben mehr Ruhe und Gelassenheit und mentale Stille. Doch ist es wirklich wichtig eine tägliche Routine zu kriegen um auch wirklich etwas wahrnehmen zu können.