XXIX. “Nie”

 

 

Hallo an die, die meinen Blog gelegentlich verfolgen. Ich möchte heute erstmals ein wenig ausholen und mich zurückmelden. Fast täglich denke ich auch daran zu schreiben, doch benötige ich  im Moment auch immer wieder immens viel Überwindung , es zu tun. Irgendwie herrscht eine gewisse Verbundenheit. Ich kann es nicht so genau erklären. Ich schiebe es darauf, dass ich von meiner Arbeit als Croupier und dem Leben daneben so eingenommen bin, dass mir schlichtweg die Kraft dafür fehlt. Yoga zu praktizieren, und sich größtenteils mit Menschen zu umgeben, die von dieser Lebensweise ganz weit entfernt leben, stellt mich vor eine, wie es scheint, fast unbezwingbare Hürde. Bin oft einfach sehr hin und her gerissen, obwohl ich in nüchternen gelassenen Momenten für mich, genau spüre was für mich gut ist, erwische ich mich immer wieder dabei wie ich mich selbst belüge. An etwas wirklich zu glauben, was einem eventuell hilft gesund durchs Leben zu gehen, will unsere Gesellschaft so etwas Überhaupt? Die Wirtschaft dirigiert unseren Rhythmus, soweit wir es zulassen, das ist klar, doch gefangen sind wir auf eine Art alle zusammen. Das Geld ist nicht Genug, Nie. Entweder Arbeiten um zu Leben oder leben um zu Arbeiten, zweiteres würd ich bevorzugen doch den Unterschied darin durfte ich glaub noch nicht so richtig erfahren. Wie dem auch sei, so denke ich, dass wir extrem mit diesem Druck leben und teilweise  schon gar nicht mehr spüren dass wir uns im Hamsterrad der Fremdbestimmung bewegen. Man wird älter und älter und sagt sich vielleicht, ja mit 30, da, dann aber wirklich, mit 40 vielleicht, da möchte ich dieses und jenes haben und machen und dann, ja dann, kommt man irgendwann drauf, dass man vieles was man machen will gar nicht mehr machen kann und vieles nie haben wird. Aber man weiss es nicht genau, weil möchte man alt werden oder doch intensiv und voll von Exzessen leben?. Doch wie macht man das am besten?

Ich melde mich wieder, sobald ich wieder Luft bekomme, in meiner Zwangsjacke =)

XXVIII. “Zeit”

 

Zeit. Eine vom Menschen geschaffene physikalische Größe. Jeder “weiss” im Grunde was es bedeutet, doch müsste man es einem Fragenden erklären, trau ich mich zu behaupten, dass man sich schwer tun würde, obwohl man ständig von ihr getrieben wird und es jeden betrifft. Tut man es nicht, taucht man ab. “Die Zeit steht still”, jeder kennt dieses Gefühl. Man will aber so viel wie möglich erleben und merkt im gleichen Zug  wie einem die Zeit davon läuft, so fühlt es sich zumindest an. Also man bewegt sich in einem Raum in dem man sich immer überlegt was man als nächstes tut. Dazwischen schaffen wir uns Räume in denen die Zeit steht, d.h. wir tun etwas um diesen Raum zu schaffen um dieses Gefühl zu erlangen oder eben nichts zu denken. Das Gefühl im jetzt zu Leben. Ist es nicht total absurd, sich in diesem Hamsterrad der Fremdbestimmung zu bewegen? Sich ständig von der Zeit steuern zu lassen? Irgendwie wie ist es das schon, trotzdem lassen wir es zu.

Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich […] sind wir alle nur sterblich.

Jean-Luc Picard

XXVI. “Paradigmenwechsel”

 

“Thank you for your emotion, attention and devotion!”, sagte diese Woche ein Mann zu mir bei dem man sagen kann, dass er einen Paradigmenswechsel in seinem Leben vollzogen hat. Darunter sind umgangssprachlich für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen gemeint, oder ein Wechsel der Lebenseinstellung oder auch Umbrüche in lebensweltlichen oder sachlichen Zusammenhängen. Philip Lawrence. Komponist und mehrfacher Grammy Award Nomininierter . Ich durfte ihn oberflächlich kennenlernen. Ein absoluter “PR”-Profi, “Entertainer” einfach ein faszinierender Mensch mit einem Wahnsinns Charisma. Als Künstler erfolgreich. Was ist das Geheimnis?…frag ich mich. Ich denke eben dass auch einen Wechsel der Lebenseinstellung benötigt um Erfolgreich zu sein. Ganz grundlegende Werte die man verfolgt.

Ich bin auf meinem kleinen bescheidenen Pfad des Lebens jetzt auch wieder ein so einem Punkt angekommen, bei dem ich so oft es geht versuche meine grundlegenden Werte zu verfolgen, doch es fällt mir nicht immer leicht. Trotzdem denke ich, dass mich der Weg übers Yoga in der Spur hält.

Ich hab jetzt 3 Wochen keinen Eintrag mehr gemacht, weil ich mich irgendwie aufs neue inspirieren lassen musste um den nächsten Schritt zu gehen. Ich hab mich sehr stark aufs Asana praktizieren konzentriert, aber das Meditieren ein wenig vernachlässigt. Ich nehme jedenfalls immer gleich eine Veränderung der Wahrnehmung wahr. Die Meditation ist auf jedenfall ein Weg zum ganz wichtigen mentalen Ausgleich.

“In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.”Sigmund Freud

XXIV. “no stoppin”

 

Hallo Leute. Ein bekannter von mir hatte mal einen schweren Unfall, es hieß, dass er nicht mehr richtig laufen kann und ein leben lang eingeschränkt bleibt. Er hat sich dann “no stoppin” auf seinen Fuß tattoowieren lassen. Ich fand es sehr motivierend, weil ich mir dachte was er wohl durchgemacht hat und jetzt aber wieder alles machen kann, weil er sich nicht aufgegeben hat und sein unbändiger Wille sich bezahlt gemacht hat. Es gibt oft Momente in denen ich alles in Frage stelle und auch zweifle, aber solche Leute geben mir Kraft einfach weiter zu machen und nicht zu viel nachzudenken. Das Leben ist nun mal zu kurz.

“Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.”

Oscar Wilde

XX. “Hindernisse”

 

Hallo Yogis. Hindernisse und Blockaden die unseren Geist unruhig machen sind: Psychische Krankheiten, Zweifel, Mattigkeit, Mangel an Selbstkontrolle, gestörte Wahrnehmung, Unfähigkeit höhere Stufen des Yoga zu erreichen und das bereits gehaltene Niveau zu halten. Begleiterscheinungen sind Niedergeschlagenheit, Schmerz und unregelmäßige Atmung.

Diese Hindernisse begegnen uns auf dem Yoga- Weg und ich kann euch sagen, ich könnte schwören dass ich heute ein Tag erlebt hab an dem ich jene ganz stark wahrgenommen hab. Dieser instabile mentale Zustand führt dazu sich in oberflächliche Gedanken zu verstricken, welche die Wahrnehmung verzerren und unser Urteilsvermögen weiter einschränkt.

Ich kann diese Hindernisse bekämpfen indem ich wirklich versuche eine innere Haltung zu kultivieren, die ehrliche Freude über Gutes zum Ausdruck bringt und mir Gelassenheit gegenüber Negativen gibt.

“Ein guter Kopf und ein gutes Herz sind immer eine Eindrucksvolle Kombination” Nelson Mandela

XII. “breath”

 

Tag 3. Ich realisiere mehr und mehr welcher Mensch ich sein will. War das zu poetisch? Spass bei Seite. Ich kann natürlich von meiner geistigen Entwicklung noch nicht so viel erzählen, dafür ist es noch zu früh. Meine Gefühlsleben ist unverändert würde ich mal sagen. “Ups and downs” oder ” a uf und ab  ” wie wir in Vorarlberg sagen würden, wenn ich es beschreiben müsste. Ich kann auf jeden Fall nicht von einer Erleuchtung sprechen. Was ich aber sagen kann, nach ca. 20 monatiger Praxis von “Asana´s” und einigen Atemübungen , die physische Entwicklung ist enorm zu spüren. Man kann sich mehr und mehr verbiegen und strecken, Verspannungen lösen sich definitiv und eine erhebliche Stärkung des gesamten Körpers ist spürbar. Nichts neues !

“Atemübungen, die eine Betonung und Verlängerung des Ausatmung einschließen, können dazu dienen, unseren Geist ruhiger werden zu lassen” Yoga-Sutra 1.34

Viele Sportler, vor allem Apnoetaucher (Tauchen ohne Sauerstoffzufuhr) nutzen diese Methoden der Yoga Atemübungen um nicht in Panik zu geraten und die Atmung zu beherrschen.