XXXXIII. “Ayahuasca”

 

Namaste Brüder und Schwester. Man könnte ja meinen, dass man völlig verrückt sein muss wenn man an einer Ayahuasca Zeremonie teilnimmt. Ich kann euch beruhigen, man ist verrückt. Nein Spass, nur ein bischen vielleicht, wobei ich mir manchmal nicht mehr sicher bin ob ich das noch einschätzen kann. Es ist auf jeden Fall ganz anders als man es sich vorstellt. Die Vorurteile und die Verschlossenheit die, die meisten Menschen haben sind alles nur Illusionen und Ängste. Es ist nicht Real. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass wenn ein Mensch erst mal damit beginnt sich selbst zu finden, er mehr und mehr risikobereit wird und immer weniger Angst von den möglichen Konsequenzen die eventuell auftreten könnten hat. Es beginnt zuerst mal damit sich von den Gesellschaftlichen Zwängen zu lösen, temporär ist anfangs mehr als genügend. Man erfährt sehr schnell wie es ist als Beobachter aufzutreten. Anfangs ein wenig verwirrend, weil man oft nicht glauben kann wie ferngesteuert die Mehrheit herumirrt. Doch mit der Zeit wird man einsehen, dass dieses herumirren die Realität ist. Mit der Zeit dann spürt man wie die Angst immer mehr vergeht, welche Angst es auch sein mag, sie vergeht mit der Zeit.

Normale Dinge stellen keinen Reiz mehr da, weil man oft sehr schnell die Oberflächlichkeit und Falschheit erkennt. Diese Umstände haben mich zuerst zu Yoga geführt und jetzt zu Ayahuasca. Für die, die es zum ersten mal lesen oder noch nie davon gehört haben. Es handelt sich um eine Brühe aus bestimmten Pflanzen, aus denen im wesentlichen der Wirkstoff DMT entsteht.Ayahuasca ist für mindestens 75 verschiedene indigene Stämme in der Amazonas Region die Grundlage der traditionellen Medizin, aber die Geschichte von Ayahuasca selbst ist relativ unbekannt. Es ist das stärkste Halluzinogen und es fördert das Zellwachstum. Das führt dazu, dass es in der Behandlung für Depressionen und Drogenabhängigkeit, Krebs eingesetzt wird und dabei äußerst gute Ergebnisse erzielt werden. Natürlich ist es von den meisten Staaten verboten.

Wenn mich die Leute jetzt fragen wie es war, denke ich mir immer, was soll ich sagen? Es ist unglaublich schwer in Worte zu fassen. Es ist als ob man versucht einem Blinden die Farben zu erklären. Es geht schlichtweg nicht. Man muss es selbst erlebt haben. Die Ergebnisse sind jedenfalls faszinierend. Man wird mit vielen Dingen aus der Vergangenheit konfrontiert und verarbeitet viele viele Ereignisse und Beziehungen. Dadurch ensteht eine gewisses Gefühl der Befreiung. Es ist aber kein Zuckerschlecken, ganz im Gegenteil, es ist harte Arbeit. Es ist ganz wichtig, dass das “set up” passt. Die Umgebung und die Schamanen müssen Verttrauenswürdig sein.

Ich bin sehr froh diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen. Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Die Kultur der Schamanen ist einfach wunderschön. Schlussendlich hat es mich weiter zu mir selbst geführt und meine Erwartungen weit aus übertroffen. Neue Horizonte sind für mich entstanden.

“Die Natur ist nicht stumm, es sind die Menschen die taub sind.” Terence Mckenna

XXXIV. “holistic/Holismus”

 

Hallo zusammen! Meinen letzten Eintrag schrieb ich an einem Spätsommertag, also schon eine Weile her. Mein Leben zieht mich ordentlich in den Bann im Moment, um ehrlich zu sein, manchmal zu stark. Dennoch ist Yoga mein stetiger Begleiter, nur alles unter einen Hut zu bringen verlangt viel von mir ab und das Schreiben leidet ein bischen darunter. So viel dazu.

Ein Thema, dass mich so richtig fasziniert ist die Holistik des Menschen, vorweg gleich ein Buchtipp von Prof. Drr. Johannes Huber, der Holistische Mensch. Beim Holismus geht es um die Gesamtheit der natürlichen Systeme, die Vorstellung, dass diese Systeme als Ganzes betrachtet werden und nicht als Zusammensetzung ihrer Teile angesehen werden. Das ist die Voraussetzung für ein funktionierendes System. In Buch von Johannes Huber werden z.B. Themen wie künstliche Befruchtung, Sexualität, Schwangerschaft, Stress behandelt und auch für medizinische Laien erklärt. Ich finde es ist ein muss es zu lesen.

Von dem, dessen Fürsorge das ganze Weltall umfasst, sind alle Dinge so angeordnet, wie es zur Erhaltung und Vollkommenheit des ganzen erforderlich ist, sodass jeder Teil wirkt und leidet, wie es ihm eben hiernach zukommt und so weit eben hiernach sein Vermögen reicht. Über diese besonderen Teile sind Herrscher gesetzt, ihr Tun und Leiden durchgängig bis in die kleinsten Teile zu befördern. Ein solches Teilchen bist nun auch du, armer Sterblicher, welches, so klein es ist, doch allezeit auf die Zwecke des Ganzen hinarbeitet und in ihnen einen Zweck hat. Du aber bedenkst eben dies nicht und es bleibt dir verborgen, dass alles, was entsteht, eben nur um deswillen entsteht, damit jenes Wesen, welches dem Leben des ganzen zu Grunde liegt, ein glückseliges sei und dass dies ganze nicht um deinetwillen geworden ist, sondern du um des Ganzen willen. Arbeitet doch auch jeder verständige Künstler und Arzt immer auf ein Ganzes hin und indem er immer nach einer allseitigen Vollkommenheit strebt, vollendet er doch wahrlich nicht das Ganze des Teiles, sondern den teil des Ganzen wegen.

Platon (Nomoi X,903b-c,übersetzt von Franz Susemihl)

Eine Vorstellung die mir sehr gefällt, weil sie auch irgendwie eine Verwestlichung der Yogaphilosophie ist, für mich persönlich, nur dass die Holistik mit vielen Fakten aus der Wissenschaft Beweise liefert und anhand von vielen Beispielen genau erklärt wie und was in unserem Körper und Geist vorgeht.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass die in den letzten 30 Jahren die Spermienzahl pro Samenerguss im Durchschnitt um 50 %  gesunken ist?  Dramatisch eigentlich. Aber die Willhaben Mentalität, lässt im Moment nichts anderes zu. Es sind Themen die uns alle betreffen, jeden einzelnen. Ich bin auch überzeugt, dass jeder hier etwas für sich rausziehen kann und positives bewirken kann.