XLIII. “Ayahuasca”

 

Namaste Brüder und Schwester. Man könnte ja meinen, dass man völlig verrückt sein muss wenn man an einer Ayahuasca Zeremonie teilnimmt. Ich kann euch beruhigen, man ist verrückt. Nein Spass, nur ein bischen vielleicht, wobei ich mir manchmal nicht mehr sicher bin ob ich das noch einschätzen kann. Es ist auf jeden Fall ganz anders als man es sich vorstellt. Die Vorurteile und die Verschlossenheit die, die meisten Menschen haben sind alles nur Illusionen und Ängste. Es ist nicht Real. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass wenn ein Mensch erst mal damit beginnt sich selbst zu finden, er mehr und mehr risikobereit wird und immer weniger Angst von den möglichen Konsequenzen die eventuell auftreten könnten hat. Es beginnt zuerst mal damit sich von den Gesellschaftlichen Zwängen zu lösen, temporär ist anfangs mehr als genügend. Man erfährt sehr schnell wie es ist als Beobachter aufzutreten. Anfangs ein wenig verwirrend, weil man oft nicht glauben kann wie ferngesteuert die Mehrheit herumirrt. Doch mit der Zeit wird man einsehen, dass dieses herumirren die Realität ist. Mit der Zeit dann spürt man wie die Angst immer mehr vergeht, welche Angst es auch sein mag, sie vergeht mit der Zeit.

Normale Dinge stellen keinen Reiz mehr da, weil man oft sehr schnell die Oberflächlichkeit und Falschheit erkennt. Diese Umstände haben mich zuerst zu Yoga geführt und jetzt zu Ayahuasca. Für die, die es zum ersten mal lesen oder noch nie davon gehört haben. Es handelt sich um eine Brühe aus bestimmten Pflanzen, aus denen im wesentlichen der Wirkstoff DMT entsteht.Ayahuasca ist für mindestens 75 verschiedene indigene Stämme in der Amazonas Region die Grundlage der traditionellen Medizin, aber die Geschichte von Ayahuasca selbst ist relativ unbekannt. Es ist das stärkste Halluzinogen und es fördert das Zellwachstum. Das führt dazu, dass es in der Behandlung für Depressionen und Drogenabhängigkeit, Krebs eingesetzt wird und dabei äußerst gute Ergebnisse erzielt werden. Natürlich ist es von den meisten Staaten verboten.

Wenn mich die Leute jetzt fragen wie es war, denke ich mir immer, was soll ich sagen? Es ist unglaublich schwer in Worte zu fassen. Es ist als ob man versucht einem Blinden die Farben zu erklären. Es geht schlichtweg nicht. Man muss es selbst erlebt haben. Die Ergebnisse sind jedenfalls faszinierend. Man wird mit vielen Dingen aus der Vergangenheit konfrontiert und verarbeitet viele viele Ereignisse und Beziehungen. Dadurch ensteht eine gewisses Gefühl der Befreiung. Es ist aber kein Zuckerschlecken, ganz im Gegenteil, es ist harte Arbeit. Es ist ganz wichtig, dass das “set up” passt. Die Umgebung und die Schamanen müssen Verttrauenswürdig sein.

Ich bin sehr froh diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen. Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Die Kultur der Schamanen ist einfach wunderschön. Schlussendlich hat es mich weiter zu mir selbst geführt und meine Erwartungen weit aus übertroffen. Neue Horizonte sind für mich entstanden.

“Die Natur ist nicht stumm, es sind die Menschen die taub sind.” Terence Mckenna

XXXIV. “holistic/Holismus”

 

Hallo zusammen! Meinen letzten Eintrag schrieb ich an einem Spätsommertag, also schon eine Weile her. Mein Leben zieht mich ordentlich in den Bann im Moment, um ehrlich zu sein, manchmal zu stark. Dennoch ist Yoga mein stetiger Begleiter, nur alles unter einen Hut zu bringen verlangt viel von mir ab und das Schreiben leidet ein bischen darunter. So viel dazu.

Ein Thema, dass mich so richtig fasziniert ist die Holistik des Menschen, vorweg gleich ein Buchtipp von Prof. Drr. Johannes Huber, der Holistische Mensch. Beim Holismus geht es um die Gesamtheit der natürlichen Systeme, die Vorstellung, dass diese Systeme als Ganzes betrachtet werden und nicht als Zusammensetzung ihrer Teile angesehen werden. Das ist die Voraussetzung für ein funktionierendes System. In Buch von Johannes Huber werden z.B. Themen wie künstliche Befruchtung, Sexualität, Schwangerschaft, Stress behandelt und auch für medizinische Laien erklärt. Ich finde es ist ein muss es zu lesen.

Von dem, dessen Fürsorge das ganze Weltall umfasst, sind alle Dinge so angeordnet, wie es zur Erhaltung und Vollkommenheit des ganzen erforderlich ist, sodass jeder Teil wirkt und leidet, wie es ihm eben hiernach zukommt und so weit eben hiernach sein Vermögen reicht. Über diese besonderen Teile sind Herrscher gesetzt, ihr Tun und Leiden durchgängig bis in die kleinsten Teile zu befördern. Ein solches Teilchen bist nun auch du, armer Sterblicher, welches, so klein es ist, doch allezeit auf die Zwecke des Ganzen hinarbeitet und in ihnen einen Zweck hat. Du aber bedenkst eben dies nicht und es bleibt dir verborgen, dass alles, was entsteht, eben nur um deswillen entsteht, damit jenes Wesen, welches dem Leben des ganzen zu Grunde liegt, ein glückseliges sei und dass dies ganze nicht um deinetwillen geworden ist, sondern du um des Ganzen willen. Arbeitet doch auch jeder verständige Künstler und Arzt immer auf ein Ganzes hin und indem er immer nach einer allseitigen Vollkommenheit strebt, vollendet er doch wahrlich nicht das Ganze des Teiles, sondern den teil des Ganzen wegen.

Platon (Nomoi X,903b-c,übersetzt von Franz Susemihl)

Eine Vorstellung die mir sehr gefällt, weil sie auch irgendwie eine Verwestlichung der Yogaphilosophie ist, für mich persönlich, nur dass die Holistik mit vielen Fakten aus der Wissenschaft Beweise liefert und anhand von vielen Beispielen genau erklärt wie und was in unserem Körper und Geist vorgeht.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass die in den letzten 30 Jahren die Spermienzahl pro Samenerguss im Durchschnitt um 50 %  gesunken ist?  Dramatisch eigentlich. Aber die Willhaben Mentalität, lässt im Moment nichts anderes zu. Es sind Themen die uns alle betreffen, jeden einzelnen. Ich bin auch überzeugt, dass jeder hier etwas für sich rausziehen kann und positives bewirken kann.

 

XXXIII. “Irrtum/error”

 

Guten Tag. Wow! Vorarlberg zeigt sich an diesem Spätsommertag wieder mal von der schönsten Seite.  “flora und fauna” sind erweckt, es zieht mich förmlich an. Tatendrang und Unternehmungslust regieren mich an solchen Tagen. Man spürt einfach für was man lebt. Darum möchte ich heute gut gelaunt und positiv gestimmt, diesen Eintrag mit euch teilen.

Ich hatte in den letzten Wochen öfters interessante Begegnungen und Gespräche über den Menschen, besonders über Irrtum und Illusion. Ich finde es relativiert sich so immens viel, wenn man sich mit Ansichten von früheren großen Denkern beschäftigt. Ein ca. 70 jähriger Berliner und ehemaliger Kunsthändler zitierte mir einige Zitate von Göthe. Ich möchte gleich mit einem einsteigen.

Wolfgang Göthe: “Es irrt der Mensch, solang er strebt.”

Eine faszinierende Beschreibung unsere Verhaltensmuster, es passt auf jeden. Auf dem Wege der Erfüllung, die wir Anstreben irren wir. Bestimmt wird der Irrtum von unserer Erfolgsrate.  Es birgt einige Dinge. Je nach unserem streben, irren wir mehr, d.h. wer mehr strebt irrt auch mehr. Aber kommt es nicht auf die Art des Motives aus dem wir streben? Ich denke schon. Bis zu einem gewissen Grade auch steuerbar, aber unmöglich Abschnitte auf dem Wege des Strebens, nach gewissen Erfolgen und Wünschen im Geiste vorherzusehen. Spannend!

Auf dem Wege des Strebens machen wir unheimliche Erfahrungen, vorausgesetzt, wir lassen diese zu. Wir irren fast andauernd und auch dafür gibt es Gründe.

Wolfgang Göthe: “Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.”

Und am Ende schließt sich der Kreis für mich, zumindest manchmal. Das ganze führt mich auf die Yogapraxis und vor allem zum meditieren zurück, weil es eine gesunde Art und Weise ist um Erfahrungen und Einflüsse die durch Irrtümer geprägt sind zu verarbeiten. So verstehe ich es, das wahre immer wieder zu wiederholen, in dem ich versuche es in mir zu finden. Nicht zu vergessen, dass Irrtümer über Gegenstände der Bekanntschaft nicht gleichzusetzen sind mit Irrtümern von physikalischen Gegenständen.

 

 

XXVI. “Paradigmenwechsel”

 

“Thank you for your emotion, attention and devotion!”, sagte diese Woche ein Mann zu mir bei dem man sagen kann, dass er einen Paradigmenswechsel in seinem Leben vollzogen hat. Darunter sind umgangssprachlich für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen gemeint, oder ein Wechsel der Lebenseinstellung oder auch Umbrüche in lebensweltlichen oder sachlichen Zusammenhängen. Philip Lawrence. Komponist und mehrfacher Grammy Award Nomininierter . Ich durfte ihn oberflächlich kennenlernen. Ein absoluter “PR”-Profi, “Entertainer” einfach ein faszinierender Mensch mit einem Wahnsinns Charisma. Als Künstler erfolgreich. Was ist das Geheimnis?…frag ich mich. Ich denke eben dass auch einen Wechsel der Lebenseinstellung benötigt um Erfolgreich zu sein. Ganz grundlegende Werte die man verfolgt.

Ich bin auf meinem kleinen bescheidenen Pfad des Lebens jetzt auch wieder ein so einem Punkt angekommen, bei dem ich so oft es geht versuche meine grundlegenden Werte zu verfolgen, doch es fällt mir nicht immer leicht. Trotzdem denke ich, dass mich der Weg übers Yoga in der Spur hält.

Ich hab jetzt 3 Wochen keinen Eintrag mehr gemacht, weil ich mich irgendwie aufs neue inspirieren lassen musste um den nächsten Schritt zu gehen. Ich hab mich sehr stark aufs Asana praktizieren konzentriert, aber das Meditieren ein wenig vernachlässigt. Ich nehme jedenfalls immer gleich eine Veränderung der Wahrnehmung wahr. Die Meditation ist auf jedenfall ein Weg zum ganz wichtigen mentalen Ausgleich.

“In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.”Sigmund Freud

XVII. “pottery”

 

Hallo zusammen. Hab mich heute neben meiner täglichen Praxis von “Asanas” auf etwas spezielles eingelassen. Ich hatte die Gelegenheit bei einem Keramiker, einer der besten seines Faches (Thomas Bohle), zu töpfern. Die Arbeit mit Ton ist etwas ganz besonderes und hat was meditatives, weil man sich extrem auf seine Hände konzentriert und sich der Ton äußerst sensibel verhält. Nach 3 Stunden and der Scheibe war ich regelrecht ausgepowert, spürte aber auch wie befreiend diese Arbeit ist. Es war eine super Erfahrung und ich kann es jedem weiterempfehlen, denn der Schaffensprozess ist wirklich erfüllend.

“Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser” Sokrates

XIII. “basics”

 

Hallo Leute. Tag 4 meiner Challenge. Hab heute ca. 60min Yoga gemacht, konzentrierte mich dabei sehr gut, ich beginne immer mit ganz einfachen Asanas im Sitzen, Auflockerungsübungen “loosening practises” und auf jeden Fall mindestens 12 Durchgänge vom klassischen Sonnengruß, er deckt den ganzen Körper ab und man kann ihn immer und überall machen.

Ich möchte nochmal auf Grundlagen eingehen, weil sie immens wichtig sind und man sie verinnerlichen sollte für die ganze Praxis.

  • Atmung: Immer durch die Nase Atmen, außer das Gegenteilige wird verlangt, kommt aber nur bei ein paar wenigen Atemübungen vor.
  • Bewusstsein: Der Zweck der Asana´s liegt darin, alle Sinne zu integrieren um die Dinge wahrnehmen zu können die im Körper passieren.
  • Links und Rechts: Immer beide Seiten praktizieren um auszugleichen und harmonisieren.
  • Belastung: Auf jeden Fall nicht überlasten oder überdehnen, nicht verkrampfen, kurz gesagt man sollte immer durch die Nase Atmen können.
  • Altersgruppe: Alle =)

XII. “breath”

 

Tag 3. Ich realisiere mehr und mehr welcher Mensch ich sein will. War das zu poetisch? Spass bei Seite. Ich kann natürlich von meiner geistigen Entwicklung noch nicht so viel erzählen, dafür ist es noch zu früh. Meine Gefühlsleben ist unverändert würde ich mal sagen. “Ups and downs” oder ” a uf und ab  ” wie wir in Vorarlberg sagen würden, wenn ich es beschreiben müsste. Ich kann auf jeden Fall nicht von einer Erleuchtung sprechen. Was ich aber sagen kann, nach ca. 20 monatiger Praxis von “Asana´s” und einigen Atemübungen , die physische Entwicklung ist enorm zu spüren. Man kann sich mehr und mehr verbiegen und strecken, Verspannungen lösen sich definitiv und eine erhebliche Stärkung des gesamten Körpers ist spürbar. Nichts neues !

“Atemübungen, die eine Betonung und Verlängerung des Ausatmung einschließen, können dazu dienen, unseren Geist ruhiger werden zu lassen” Yoga-Sutra 1.34

Viele Sportler, vor allem Apnoetaucher (Tauchen ohne Sauerstoffzufuhr) nutzen diese Methoden der Yoga Atemübungen um nicht in Panik zu geraten und die Atmung zu beherrschen.

XI.

 

Namaste!

Heute ist der 2te Tag meiner “Challenge” und ich muss sagen, dass ich echt ein wenig geschlagen war von meiner gestrigen Arbeitsnacht im Casino. Es ist dann echt ein wenig mühsam sich auf die Praxis einzulassen, doch man kann mit ganz einfachen Dingen starten und sich dann langsam steigern und auf einmal hat man schon vergessen warum man keine Lust dazu hatte. Ich versuche meine Praxis auch ein wenig abwechslungsreich zu gestalten, in dem ich auch unterschiedliche Studios besuche und nicht immer alleine praktiziere.

“Die Körperübung im Yoga ist gekennzeichnet durch Stabilität und Leichtigkeit. Finde dafür eine passende Anstrengung und löse überflüssige Anspannung. Dann fließt dein Atem” YOGA -SUTRA 2.46-47

Ich kann nur sagen, man versteht diesen Satz erst nach geraumer Zeit, weil man Anfangs einfach noch viel zu stark mit anderen Dingen beschäftigt ist und auch gar nicht diese Konzentration aufs wesentliche aufbringen kann. Außerdem fehlt uns Menschen meistens grundlegend die richtige Technik zum Atmen. Als wir geboren wurden, haben wir es richtig gemacht, doch dann leider verlernt.

Es heißt es gibt 8,400,000 Asanas und es müssen alle durchlaufen werden vor der Befreiung aus dem Zyklus der Geburt und des Todes. Damit meint man auch sämtliche Vorstufen bevor man es dann wirklich schafft eine Asana perfekt auszuführen.

X.

 

Namaste!

Ich kann es jetzt eigentlich kaum erwarten diese Reise zu starten und freue mich jetzt drauf loslegen zu können. Mir ist natürlich bewusst, dass ich nicht der erste bin, der jetzt auf die Idee kommt, eine Art “Yogachallenge” zu machen, doch ich denke einfach man kann es nicht oft genug publizieren, leben und ausprobieren. Davon bin ich überzeugt und das bewegt mich zu dieser Entscheidung.

“Je größer die Lebenserfahrung, desto deutlicher wird mir, dass der Mensch selbst die Ursache seines Glücks und Unglücks ist” Mahatma Gandhi

Ich möchte mit ein paar grundlegenden Dingen zur Yogapraxis beginnen. Kurz was geschichtliches. Das Yoga, was wir heute kennen, ist von tantrischen Zivilisationen entwickelt worden, die in Indien und vielen Teilen der Welt vor mehr als 10000 Jahren  existierten. Archäologische Ausgrabungen von Statuen (Shiva und Shakti),im heutigen Pakistan, beweisen die gelebte Praxis von Asanas und Meditation. Auf den Inschriften der Statuen befindet sich die Bezeichnung “Minakanna”, welche auf die Askese und selbstdisziplinierte Lebensweise der damaligen Yogis, damals “Minas” genannt, hinweisen. Die Yogatechniken haben ihre Quelle im Tantra. Tantra ist eine Kombination aus 2 Wörtern, tanoti und trayati, welche Erweiterung und Befreiung bedeuten. Yoga entstand als die Menschheit ihr spirituelles Potential realisierte, indem sie begannen jene Techniken zu entwickeln und zu verbessern.

Es geht jetzt mal darum die Praxis zu intensivieren und eine tägliche Routine zu bekommen und den Körper mal richtig zu reinigen. Das bedeutet, Asana, Asana, Asana, zur jeder freien Zeit, egal an welchem Ort. Hier beginne ich nicht bei Null, dennoch kann man nie zu viel machen. Das schwierigste wird 100% auf Alkohol zu verzichten, weil es bei uns so normal ist etwas zu trinken und man ständig in solche Situationen hinein gerät. Betäubende Stimulanzien bringen starkes Ungleichgewicht in die Praxis und verhindern den Progress. Teil meiner Praxis wird mehr und mehr die Meditation sein, um wirklich auch den mentalen Effekt wirklich wahrnehmen zu können. Ich durfte schon einige Erfahrungen damit machen, aber ich bin gespannt, was ich nach,  ich sag mal 100 Tagen so darüber berichten kann. Ich bin hochmotiviert und die Praxis fiel mir heute natürlich besonders leicht. Von Nebenwirkungen kann ich leider noch nicht groß berichten, ist noch zu früh.

 

IX. Yogaphilosophie und Yogachallenge

 

Hallo zusammen. Hab heute wieder einiges über die ganze Yogaphilosophie gelesen und ich musste mir eingestehen, dass meine Herangehensweise nicht mehr ganz passt. Yoga zu leben, alle Nebenwirkungen zu (er)tragen und auch ständig zu verzichten, weil man sich viele Angewohnheiten auch abgewöhnen muss, ist nicht immer leicht. Ich stoße immer wieder an meine Grenzen, weil viele Dinge im 21. Jahrhundert, die als “normal” angesehen werden  sich überhaupt nicht vereinbaren lassen.  Wo ziehe ich die Grenze ?! Wo unterscheidet sich positives Denken von sich etwas einfach schön zu reden oder einzureden?! Was ist mein “Zweck der Existenz” !? Wie gehe ich es an !?

“So wird davon ausgegangen, Gesellschaft sei lediglich die summative Einheit der einzelnen Individuen, oder umgekehrt, die Gesellschaft eine individuenlose Struktur.” Tobias Neuburger

Im 21. Jahrhundert, jenseits der Notwendigkeit von Individuen, bieten die Grundsätze von Yoga ein echtes Werkzeug gegen soziales Unwohlsein. In einer Zeit, in der es scheint, dass die Welt vor dem Abgrund steht bietet es einem die Möglichkeit,  die Verbindung zu einem selbst zu stärken und seinem wahren Ich auf den Grund zu gehen.

Während meiner Praxis muss ich immer wieder feststellen, dass es nur einen 100% Weg gibt um diese Vorteile der Yogapraxis auch  psychisch zu spüren. Immer wieder lass ich mich aber auch ablenken und zurückwerfen, weil ich diesem gesellschaftlichen Druck nicht standhalten kann.

Meine Überlegung ist jetzt, daraus eine Art Challenge/Verusch zu machen, das hier öffentlich zu machen und die Ganze Yoga Philosophie zu 100 % zu leben. Das bedeutet, keine Flucht durch  Alkohol, Koffein, Nikotin, THC, bis sich das “System”beruhigt, was mein soziales Unwohlsein schafft. 365 Tage werde ich jetzt versuchen Yoga zu leben und mich darauf einzulassen. Ich denke ich brauche diesen sozialen Druck meiner wenigen Leser um das ganze durchzuhalten. Darum die Idee dieser Herausforderung.

Der Eintrag mit dem Titel 365 wird der erste sein und 1 wird der letzte dieser “Jahreschallenge”. Ein Sabbat Jahr über den Weg der Yoga-Werkzeuge. Shanti.