XXXX. “soul”

Namaste Leute. Für die, die mich noch nicht kennen, ich meditiere und praktiziere Yoga, jeden Tag. Man wird immer fitter, nichts neues. Doch was wirklich faszinierend ist, ist dass ein innerliches aufbäumen sich breit macht, ich kann es noch nicht einstufen, aber es macht sich etwas breit. Was ich eigentlich sagen will ist, dass ich mich aus meiner Komfortzone nicht entfernen will, obwohl ich merke, dass die Art wie ich lebe mich nicht erfüllt, Arbeiten und Geld verdienen und konsumieren. In allen möglichen Formen des Konsums und der Arbeit. Aus Angst und Unwissenheit was ich wirklich in meinem Leben machen will, beziehungsweise für was ich bestimmt bin bewege ich mich noch immer in meiner Komfortzone. Dennoch komm ich voran, in langsamen und manchmal wirklich schweren Schritten, aber es geht voran.

Theorien sagen, dass die meisten von uns mit einer vereinten Seele geboren werden, dass wir uns aber sehr früh von unserer Seele trennen und irgendeinen Platz einnehmen und ein Leben lang irgendwas machen für das wir aber nicht bestimmt sind und einen Preis dafür bezahlen, meistens indem wir es in Süchten ausleben. Jetzt gibt es ein Institut in Costa Rica, dass eben genau diesen Prozess, die Seele mit unserem Ich wieder zu vereinen, ermöglichen soll. Klingt mega einfach. Sie bezeichnen es als Wunder. Ich konnte mir bis vor 2 Monaten nicht vorstellen sogenannte “plant medicine” (Ayahuasca) zu mir zu nehmen, doch jetzt bin ich soweit, beziehungsweise, hab ich gar keine Angst mehr davor irgendein Risiko einzugehen, dass mich weiterbringen kann oder mir mehr Lebensgefühl bereitet. Ich warte gespannt auf meine Erfahrung und werde mit Freude berichten.

XXXVIII. “selbst”

Hallo zusammen. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie sich selbst. Auf der Reise der Reflektion und Selbstfindung neige ich oft zu melancholischen Ansichten unserer Welt. Ich bin es Leid über andere zu Urteilen, es steht mir nicht zu, es steht niemandem zu, für mich selbst muss ich entscheiden. Nicht aber weil ich die vermeintlich schönen Dinge, die unsere Sinneslust befriedigen nicht ausgekostet hab, nein ganz im Gegenteil, gelebt hab ich sie, im Exzess. Die Befriedigung der Sinne, vorgelebt bekam ich sie, ich kannte nichts anderes, wie auch, aufgewachsen in einer Gesellschaft in der wenig Platz ist für Gedanken, wenig Platz und Zeit. Doch früh spürte ich die Vergänglichkeit der materiellen Dinge, sie machte sich breit durch eine Leere nach dem Exzess, ob nach dem Rausch durch Drogen oder nach der Befriedigung eines lang ersehnten materiellen Wunsches. Es trieb mich zur Flucht, ein innerer Drang der mich reisen lies, auf der Suche nach mir selbst, doch merkte ich dass ich nicht vor mir weglaufen konnte, ich nahm mich überall hin mit. Auf die besten Partys, an die schönsten Strände, mit den schönsten Frauen. Doch da war sie wieder die Vergänglichkeit. Ich will nicht sagen, dass ich angekommen bin, nein, doch höre ich jetzt auf mich selbst und frage mich selbst, so groß die Versuchungen sind. Mein Herz sagt es mir, immer, nur lerne ich noch genau hinzuhören, denn durch die vielen Stimmen der anderen kann ich oft nicht auf mich selbst hören.

Mehr und mehr fällt es mir leichter die Dinge so zu belassen wie sie sind und konzentriere mich auf mich selbst. Wir können die Welt nur in uns selbst verändern. Wir können und müssen bei uns selbst anfangen. Ich kann nur immer wieder auf die Meditation hinweisen. Natürlich einfach auch Dinge zu tun die man liebt, aber ich finde die klassische Meditation ist unersetzlich und unaustauschbar. Die reine Konzentration auf sich selbst lässt unheimliche Kraft entstehen, eine Kraft die in uns selbst schlummert.

 

“Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie nicht zu verachten, sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können.”

Hermann Hesse

XXVI. “Paradigmenwechsel”

 

“Thank you for your emotion, attention and devotion!”, sagte diese Woche ein Mann zu mir bei dem man sagen kann, dass er einen Paradigmenswechsel in seinem Leben vollzogen hat. Darunter sind umgangssprachlich für besonders wichtig gehaltene wissenschaftliche Entwicklungen gemeint, oder ein Wechsel der Lebenseinstellung oder auch Umbrüche in lebensweltlichen oder sachlichen Zusammenhängen. Philip Lawrence. Komponist und mehrfacher Grammy Award Nomininierter . Ich durfte ihn oberflächlich kennenlernen. Ein absoluter “PR”-Profi, “Entertainer” einfach ein faszinierender Mensch mit einem Wahnsinns Charisma. Als Künstler erfolgreich. Was ist das Geheimnis?…frag ich mich. Ich denke eben dass auch einen Wechsel der Lebenseinstellung benötigt um Erfolgreich zu sein. Ganz grundlegende Werte die man verfolgt.

Ich bin auf meinem kleinen bescheidenen Pfad des Lebens jetzt auch wieder ein so einem Punkt angekommen, bei dem ich so oft es geht versuche meine grundlegenden Werte zu verfolgen, doch es fällt mir nicht immer leicht. Trotzdem denke ich, dass mich der Weg übers Yoga in der Spur hält.

Ich hab jetzt 3 Wochen keinen Eintrag mehr gemacht, weil ich mich irgendwie aufs neue inspirieren lassen musste um den nächsten Schritt zu gehen. Ich hab mich sehr stark aufs Asana praktizieren konzentriert, aber das Meditieren ein wenig vernachlässigt. Ich nehme jedenfalls immer gleich eine Veränderung der Wahrnehmung wahr. Die Meditation ist auf jedenfall ein Weg zum ganz wichtigen mentalen Ausgleich.

“In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.”Sigmund Freud