XXXX. “soul”

Namaste Leute. Für die, die mich noch nicht kennen, ich meditiere und praktiziere Yoga, jeden Tag. Man wird immer fitter, nichts neues. Doch was wirklich faszinierend ist, ist dass ein innerliches aufbäumen sich breit macht, ich kann es noch nicht einstufen, aber es macht sich etwas breit. Was ich eigentlich sagen will ist, dass ich mich aus meiner Komfortzone nicht entfernen will, obwohl ich merke, dass die Art wie ich lebe mich nicht erfüllt, Arbeiten und Geld verdienen und konsumieren. In allen möglichen Formen des Konsums und der Arbeit. Aus Angst und Unwissenheit was ich wirklich in meinem Leben machen will, beziehungsweise für was ich bestimmt bin bewege ich mich noch immer in meiner Komfortzone. Dennoch komm ich voran, in langsamen und manchmal wirklich schweren Schritten, aber es geht voran.

Theorien sagen, dass die meisten von uns mit einer vereinten Seele geboren werden, dass wir uns aber sehr früh von unserer Seele trennen und irgendeinen Platz einnehmen und ein Leben lang irgendwas machen für das wir aber nicht bestimmt sind und einen Preis dafür bezahlen, meistens indem wir es in Süchten ausleben. Jetzt gibt es ein Institut in Costa Rica, dass eben genau diesen Prozess, die Seele mit unserem Ich wieder zu vereinen, ermöglichen soll. Klingt mega einfach. Sie bezeichnen es als Wunder. Ich konnte mir bis vor 2 Monaten nicht vorstellen sogenannte “plant medicine” (Ayahuasca) zu mir zu nehmen, doch jetzt bin ich soweit, beziehungsweise, hab ich gar keine Angst mehr davor irgendein Risiko einzugehen, dass mich weiterbringen kann oder mir mehr Lebensgefühl bereitet. Ich warte gespannt auf meine Erfahrung und werde mit Freude berichten.

XXXV. “proles”

 

 

Namaste! direkt aus Sri Lanka. Hier gibt es übrigens den ältesten Baum Asiens, unter dem angeblich Buddha seine Erleuchtung erfahren haben soll. Ich bin überaus beeindruckt von diesem Land, besonders die Natur und das Essen sind atemberaubend. Ich bin hier für fast vier Wochen um meine Yogapraxis richtig zu vertiefen und auch neue Techniken zu erlernen. Im Sri Yoga Shala im Süden des Landes werden alle möglichen Stile unterrichtet, in Form von regelmäßigen Klassen über workshops bis hin zu Teaching Trainings.

Ich lese gerade ein Buch von George Orwell und im Zusammenhang mit diesem Land gibt mir das ganze so richtig zum Nachdenken. Für mich ist es als ob er mir aus der Seele schreibt und in Worten die ich nicht finden könnte zu verstehen gibt wie die Welt funktioniert. Es ist ein absolutes Muss, dieses Buch zu lesen.

Man muss sich im Klaren sein, dass ich hier die Breite Masse ansprechen will, die “proles”, wie er sie im Buch bezeichnet. Es ist doch immer wieder unglaublich faszinierend wie blöd wir eigentlich sind, bzw. was wir alles über uns ergehen lassen während sich ein kleiner Teil der Menschheit sich in die Hände reibt weil wir uns so einfach stimulieren lassen. Die Medien und die Politik führen uns in die Irre und machen uns ständig Angst, setzen uns unter Druck, nur um uns auf Trap zu halten, dass wir ja nicht auf die Idee kommen denn oberen Teil der Gesellschaft zu gefährden. Das lustige am ganzen, es funktioniert, denn auch die vermeintlich intelligenten und gut gebildeten Menschen sind Marionetten der wenigen großen Kapitalisten, weil sie solange zur proles gehören bis sie jemanden von den oberen abgelöst haben oder sich durch eine neue Errungenschaft einen Platz verschaffen. Die Verblendung fängt ganz früh an und wir merken es nicht einmal, weil es sein kann dass unsere Eltern sich bis heute nicht bewusst sind wie das ganze System funktioniert.

Abschließend will ich wieder auf Meditation hinweisen, denn es gibt einem die Möglichkeit im jetzt zu sein und sich nicht von anderen Sachen blenden zu lassen.

WAR IS PEACE

FREEDOM IS SLAVERY

IGNORANCE IS STRENTGH

George Orwell (1984)

XXXIII. “Irrtum/error”

 

Guten Tag. Wow! Vorarlberg zeigt sich an diesem Spätsommertag wieder mal von der schönsten Seite.  “flora und fauna” sind erweckt, es zieht mich förmlich an. Tatendrang und Unternehmungslust regieren mich an solchen Tagen. Man spürt einfach für was man lebt. Darum möchte ich heute gut gelaunt und positiv gestimmt, diesen Eintrag mit euch teilen.

Ich hatte in den letzten Wochen öfters interessante Begegnungen und Gespräche über den Menschen, besonders über Irrtum und Illusion. Ich finde es relativiert sich so immens viel, wenn man sich mit Ansichten von früheren großen Denkern beschäftigt. Ein ca. 70 jähriger Berliner und ehemaliger Kunsthändler zitierte mir einige Zitate von Göthe. Ich möchte gleich mit einem einsteigen.

Wolfgang Göthe: “Es irrt der Mensch, solang er strebt.”

Eine faszinierende Beschreibung unsere Verhaltensmuster, es passt auf jeden. Auf dem Wege der Erfüllung, die wir Anstreben irren wir. Bestimmt wird der Irrtum von unserer Erfolgsrate.  Es birgt einige Dinge. Je nach unserem streben, irren wir mehr, d.h. wer mehr strebt irrt auch mehr. Aber kommt es nicht auf die Art des Motives aus dem wir streben? Ich denke schon. Bis zu einem gewissen Grade auch steuerbar, aber unmöglich Abschnitte auf dem Wege des Strebens, nach gewissen Erfolgen und Wünschen im Geiste vorherzusehen. Spannend!

Auf dem Wege des Strebens machen wir unheimliche Erfahrungen, vorausgesetzt, wir lassen diese zu. Wir irren fast andauernd und auch dafür gibt es Gründe.

Wolfgang Göthe: “Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.”

Und am Ende schließt sich der Kreis für mich, zumindest manchmal. Das ganze führt mich auf die Yogapraxis und vor allem zum meditieren zurück, weil es eine gesunde Art und Weise ist um Erfahrungen und Einflüsse die durch Irrtümer geprägt sind zu verarbeiten. So verstehe ich es, das wahre immer wieder zu wiederholen, in dem ich versuche es in mir zu finden. Nicht zu vergessen, dass Irrtümer über Gegenstände der Bekanntschaft nicht gleichzusetzen sind mit Irrtümern von physikalischen Gegenständen.

 

 

XXXI. “think positive”

 

Positives Denken. Frei sein von Kränkungen und Belastungen aus der Vergangenheit und  Ängsten in der Zukunft. So würde ich positives denken definieren. Sich nicht hängen lassen, “ins tun kommen”.

Ein weiterer Terroranschlag hat Europa erreicht, das System und seine Folgen, würde ich mal sagen. Unterdrückung und Leid wird frei, es rächt sich. Wir haben ja Routine im ignorieren von solchen Dingen, oder besser gesagt, wir sind selber mit unseren eigenen Problemen überwältigt und überhaupt fühlt es sich an als könnte man absolut gar nichts gegen diesen Wahnsinn anrichten. So als ob man versucht unter dem Regen durch zu laufen , ohne Nass zu werden.

Ich kann mich immer noch nicht genau entscheiden wie ich denn meinen Blog so gestalten soll, es sind so viele Themen die mich immer wieder beschäftigen. Jedenfalls bin ich immer noch überzeugt von meiner Yogapraxis, denn ich kann hier immer wieder meine kleinen Erfolge einfahren und es fühlt sich wie ein Fangnetz an in das ich mich hinein fallen lassen kann, wenn bei mir gar nichts mehr geht. Es gibt mir ein immer besseres Gefühl für mich selbst und ich kann positiv auf andere wirken.

Die Bhagavad Gita erklärt, was Karma (=Handeln) für uns bedeutet: Wir müssen handeln, denn das ist unsere Bestimmung im Leben, sollen es aber tun, ohne nach den Ergebnissen unserer Handlung zu schielen. Unsere Handlungen sollen also nicht durch bestimmte Erwartungen motiviert werden. Wir handeln aus Liebe.

It’s not your history but your presence on your mat that matters. (Patthabi Jois)

XXIX. “Nie”

 

 

Hallo an die, die meinen Blog gelegentlich verfolgen. Ich möchte heute erstmals ein wenig ausholen und mich zurückmelden. Fast täglich denke ich auch daran zu schreiben, doch benötige ich  im Moment auch immer wieder immens viel Überwindung , es zu tun. Irgendwie herrscht eine gewisse Verbundenheit. Ich kann es nicht so genau erklären. Ich schiebe es darauf, dass ich von meiner Arbeit als Croupier und dem Leben daneben so eingenommen bin, dass mir schlichtweg die Kraft dafür fehlt. Yoga zu praktizieren, und sich größtenteils mit Menschen zu umgeben, die von dieser Lebensweise ganz weit entfernt leben, stellt mich vor eine, wie es scheint, fast unbezwingbare Hürde. Bin oft einfach sehr hin und her gerissen, obwohl ich in nüchternen gelassenen Momenten für mich, genau spüre was für mich gut ist, erwische ich mich immer wieder dabei wie ich mich selbst belüge. An etwas wirklich zu glauben, was einem eventuell hilft gesund durchs Leben zu gehen, will unsere Gesellschaft so etwas Überhaupt? Die Wirtschaft dirigiert unseren Rhythmus, soweit wir es zulassen, das ist klar, doch gefangen sind wir auf eine Art alle zusammen. Das Geld ist nicht Genug, Nie. Entweder Arbeiten um zu Leben oder leben um zu Arbeiten, zweiteres würd ich bevorzugen doch den Unterschied darin durfte ich glaub noch nicht so richtig erfahren. Wie dem auch sei, so denke ich, dass wir extrem mit diesem Druck leben und teilweise  schon gar nicht mehr spüren dass wir uns im Hamsterrad der Fremdbestimmung bewegen. Man wird älter und älter und sagt sich vielleicht, ja mit 30, da, dann aber wirklich, mit 40 vielleicht, da möchte ich dieses und jenes haben und machen und dann, ja dann, kommt man irgendwann drauf, dass man vieles was man machen will gar nicht mehr machen kann und vieles nie haben wird. Aber man weiss es nicht genau, weil möchte man alt werden oder doch intensiv und voll von Exzessen leben?. Doch wie macht man das am besten?

Ich melde mich wieder, sobald ich wieder Luft bekomme, in meiner Zwangsjacke =)

XXVII. “mom restart”

 

Hallo Leute. Es ist für mich im Moment echt eine Herausforderung, mich nicht  in “hunderttausend” anderen Dingen zu verlieren. Das heißt, dass ich mich schon mit täglich mit meiner physischen Praxis beschäftige, aber andere Dinge vom Yoga schnell zu kurz kommen. Genauer gesagt, die physische Praxis gibt mir Energie für meinen Alltag, aber sie wird dann von mir noch zu wenig für die Meditation angewandt. Ich vergnügte mich lieber mit Freunden, oder ich genoß die Sonne, es zog mich einfach raus, um etwas zu erleben.

Dennoch merke ich, dass ich mental auch oft sehr ausgelaugt und erschöpft bin und ich dann wieder an diese Punkte gelange, an denen ich mich zurück nehmen will und mich von den ganzen vielen Einflüssen am liebsten abkapseln möchte, um die “Alten” zu verarbeiten.

Das führt mich an den Punkt der Wiederaufnahme oder besser gesagt zur Intensivierung meiner Meditation um schön auf dem Boden zu bleiben. Dabei hat mir das bloggen sehr geholfen, weil es irgendwie befreiend wirkt und mich positiv denken lässt.

“Andauernde Gedankenaktivität hält dich in der Welt der Form gefangen und wird zu einer undurchsichtigen Trennwand, die verhindert, dass du dir des Unmanifesten bewusst wirst.” Eckhart Tolle

 

XXIV. “no stoppin”

 

Hallo Leute. Ein bekannter von mir hatte mal einen schweren Unfall, es hieß, dass er nicht mehr richtig laufen kann und ein leben lang eingeschränkt bleibt. Er hat sich dann “no stoppin” auf seinen Fuß tattoowieren lassen. Ich fand es sehr motivierend, weil ich mir dachte was er wohl durchgemacht hat und jetzt aber wieder alles machen kann, weil er sich nicht aufgegeben hat und sein unbändiger Wille sich bezahlt gemacht hat. Es gibt oft Momente in denen ich alles in Frage stelle und auch zweifle, aber solche Leute geben mir Kraft einfach weiter zu machen und nicht zu viel nachzudenken. Das Leben ist nun mal zu kurz.

“Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.”

Oscar Wilde